Der
Islamist Recep Tayyip Erdoğan übernimmt die Nachfolge von Saudi-Prinz
Bandar Bin Sultan nach dem Attentat, das ihn im Jahr 2012 von der Bühne
entfernt hatte und wird Koordinator des internationalen Terrorismus. Er
übernimmt die Nachfolge von Katar im Jahr 2014, als Katar darauf
verzichten muss, die Muslimbruderschaft zu sponsern und wird damit der
wahre Führer der Bruderschaft. Durch seinen Erfolg verblendet hält er
sich für die Vereinigten Staaten für unersetzlich und verstößt gegen die
Regeln der NATO, indem er den Türkisch-Stream-Vertrag mit Russland
unterschreibt.
Thierry Meyssan, der schon im Dezember 2014 den Sturz von Recep Tayyip Erdoğan angekündigt hatte, während alle internationalen Kommentatoren daran festhielten, das er die Wahlen gewinnen werde, kommt hier auf die Karriere des türkischen Präsidenten zurück. Er beleuchtet in dieser Synthese die Verbindungen der AKP mit der Muslimbruderschaft und die Rolle von Erdoğan in der Koordination des internationalen Terrorismus nach dem Attentat gegen den Saudi-Prinz Bandar Bin Sultan.
Misserfolg bei den Parlaments-Wahlen
Das Ergebnis der türkischen Parlamentswahlen bedroht nicht nur die Projekte von Recep Tayyip Erdoğan, der sich bereits als neuer Sultan betrachtet, sondern sogar die Macht seiner Partei, der AKP. Die anderen drei Parteien (die konservative „Partei der Nationalistischen Bewegung“ MHP und die „Republikanische Volkspartei“ CHP und die linke „Demokratische Partei der Völker“ HDP)
haben erklärt, keine Koalitionsregierung mit ihr bilden zu wollen und –
im Gegenteil – zu dritt eine Koalition bilden zu wollen. Falls es ihnen
innerhalb von 45 Tagen nicht gelingt, werden sie entweder den
Sozialisten die Bildung einer Regierungskoalition anvertrauen – eine
Option, die bereits von der AKP abgelehnt wurde -, oder neue Wahlen einberufen.