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Donnerstag, 6. August 2015

Der Verrat des Alexis Tsipras

Tsipras der Gekaufte
Varoufakis wollte eine Art Kennedy-Putsch auch in Griechenland versuchen
Wir wissen nicht, ob, wann und zu welchem "Preis" der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras "eingekauft" wurde. Wir wissen nicht, ob Konten für ihn in Steuerparadiesen oder gar in Junckers Luxemburg (Juncker machte als Regierungschef Luxemburg zur Steuer-Hinterziehungs-Oase) eröffnet wurden. Wahrscheinlicher aber dürfte sein, dass ihm recht offen gedroht wurde, ein sogenannter "Oswald", mit dem Hinweis auf die "Goldene Morgenröte", könnte ihn ausschalten, so wie damals US-Präsident John F. Kennedy vom Mossad ermordet, aber der harmlose "Oswald" als Täter beschuldigt wurde. Wir können momentan Tispras' Kniefall vor der Welt-Finanz-Oligarchie nur über einige hervorstechenden Meilensteine seines Handelns und anhand des Verlaufs der Ereignisse rekonstruieren.
Als das Linksbündnis Syriza am 25. Januar 2015 die Parlaments-Wahl in Griechenland gewonnen hatte, fanden am darauffolgenden Tag Telefonkonferenzen zwischen den Entscheidungszentren von "City" und Wall Street sowie zwischen den Weisungsgebundenen in Berlin und der "Griechischen Notenbank" statt. Und nur einen Monat nach der Wahl in Griechenland, als es für die Öffentlichkeit so aussah, als wolle die neue griechische Regierung das globale Sklavenhalter-Unternehmen, bestehend aus EZB, IWF und EU (genannt Troika), abschütteln, trafen sich die Größen von "City" und Wall Street zu einem geheimen Treffen in London, um über die Lage in Griechenland zu beraten.
Es ging um sehr viel, es ging um den Fortbestand des Euro-Rothschild-Systems, gestützt von der Nato, das Gefahr lief, an den Widersacher Russland zu fallen.
Die "Rothschild-Bank of Greece", Griechenlands private Notenbank
Das Geheimtreffen der wichtigsten Köpfe der Weltfinanz fand in London statt, und zwar parallel zur 82. Hauptversammlung der Aktionäre der "Griechischen Notenbank", nämlich am 26. Februar 2015.
Yannis Stournaras, der Mann Rothschilds
Yannis Stournaras ist Chef der privaten Rothschild'schen Notenbank Griechenlands: "Bank of Greece".
Auf der Aktionärsversammlung am 26. Februar 2015 hielt der der Chef der "Griechischen Notenbank", Yannis Stournaras, einen Vortrag mit dem Titel: "Der Ausgang aus der Krise und die Rückkehr zu Wirtschaftswachstum" (EXIT FROM THE CRISIS AND RETURN TO ECONOMIC GROWTH). Interessant dabei war, dass Herr Stournaras in seiner Rede vor den "Aktionären" mit keinem Wort die neuen Machtverhältnisse in Griechenland erwähnte, die ja zu diesem Zeitpunkt die Welt in Atem hielten. Immerhin stand gemäß den Medienberichten das Welt-Finanzsystem vor dem Abgrund, und zwar durch die Weigerung der neuen Athener Regierung, die IWF-Schuldenpolitik weiterhin mitzumachen. Wie konnte das den Notenbank-Chef und die Aktionäre nicht interessieren, schließlich hatte der neue Ministerpräsident Griechenlands bereits am Wahlabend und danach immer wieder verkündet: "Sie können ein drittes Hilfsprogramm vergessen. Das griechische Volk hat die Programme abgewählt." [1]
Wie geheim dieses Treffen der Oberen der Weltfinanz in London gehalten wurde, zeigt sich allein an der Tatsache, dass die Medien noch nicht einmal über die Jahreshauptversammlung der "Griechischen Notenbank" berichteten, geschweige denn über das parallel dazu stattfindende Geheimtreffen der führenden Köpfe der Weltfinanz. Niemand von den Lobby-Medien warf übrigens die Frage auf, warum die "Griechische Notenbank" eine Aktionärs-Jahreshauptversammlung im Ausland, in London, durchführt. Ebenso wenig wurde gefragt, wieso die Griechische Notenbank überhaupt Aktionäre hat, wenn doch der griechische Staat der Eigentümer ist, wie angenommen wird? Die Antwort lautet: Die Notenbank Griechenlands gehört nach Aktien mehrheitlich den Rothschilds. Und weil die Rothschilds in London regieren und residieren, finden deshalb auch in London die Hauptversammlungen der "Bank of Greece" statt. Das wäre doch eine Meldung wert gewesen, dass die "Notenbank Griechenlands" ein ausländisches Privatunternehmen ist, das seine Hauptversammlung im Zusammenhang mit dem "Wohl" Griechenlands im Ausland abhält.
Aber die Tatsache, dass die "Bank of Greece" seit ihrer Gründung 1927 eine private Aktiengesellschaft ist und der griechische Staat nur neun Prozent der Aktien hält, sollte zu diesem Zeitpunkt der Euro-Turbulenzen auf keinen Fall ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden.
Das erklärt auch, warum Herr Draghi als EZB-Präsident, eingesetzt von Goldman-Sachs/Rothschild, ständig Milliarden von Euro in die Griechische Notenbank pumpt, [2] obwohl diese konkurstechnisch pleite ist. Die EZB darf laut Statuten überhaupt kein Geld an instabile Banken vergeben, noch weniger an ein bankrottes Privat-Institut, dessen Aktien an der Athener Börse gehandelt werden. Die anderen Euro-Notenbanken, außer Italien, gehören zumindest formalrechtlich den jeweiligen Staaten, allerdings handeln die eingesetzten Präsidenten sogenannt "unabhängig", also in Diensten von FED, City und Wall Street.
Jetzt, wo wir also wissen, dass die "Griechische Notenbank" den Rothschilds gehört und dass die EZB von Goldman-Sachs/Rothschild über Mario Draghi (Ex-Goldman-Sachs-Direktor) gelenkt wird, haben wir auch die Erklärung dafür, warum die faktisch bankrotte "Griechische Notenbank" Jahr für Jahr hohe Millionenbeträge an Dividenden an ihre privaten "Aktionäre" ausschütten darf, obwohl sie unermessliche Schulden gegenüber der EZB, also den europäischen Steuerzahlern hat. [3] Nochmals: Die Mehrheit der Aktien der "Griechischen Notenbank" werden von privaten Banken gehalten, die als Tochterunternehmen des Rothschild'schen Finanzimperiums gelten.
Es muss noch einmal zur weiteren Erhellung der Situation darauf hingewiesen werden, dass die Hauptversammlung der "Bank of (Rothschild)-Greece" zu einem Zeitpunkt in London stattfand, wo es angeblich um Sein oder Nichtsein des Euro ging, weil sich die neue griechische Regierung dem Welt-Finanz-System verweigern wollte. Und in diesem Zusammenhang ist es noch wichtiger, dass eben am Rande dieser fast geheimen Jahreshauptversammlung der "Rothschild'schen Griechischen Notenbank" auch noch das Geheimtreffen der Welt-Hoch-Finanz stattfand.
Wie man die Welt unter Kontrolle hält und weiter ausbluten lässt
An diesem Geheimtreffen nahm natürlich Rothschilds Gouverneur der "Griechischen Notenbank", Yannis Stournaras, teil. Aus einer gut unterrichteten und zuverlässigen Quelle kam nach außen, dass Herr Stournaras darüber referieren musste, ob letztlich ernsthafte Gefahren von der neu gewählten Links-Regierung für das internationale Finanzsystem ausgehen könnten. Stournaras soll die Teilnehmer beruhigt haben. Es bestünde kaum eine ernsthafte Gefahr, da das Syriza-Bündnis mehrheitlich links ausgerichtet sei. Von Linken, so Stournaras, sei kaum jemals eine Gefahr für die Weltfinanz ausgegangen. Der Chef der "Bank of Greece" soll den Anwesenden wörtlich mitgeteilt haben: "Wir konnten, wo auch immer in der Welt, die Linken fast immer davon überzeugen, dass unser globales Finanzsystem am Ende links ist, weil wir internationalistisch sind. Und das hat stets gewirkt. Besonders dann, wenn einige führende Leute davon profitieren dürfen."
Das war wohl auch die Einschätzung aller Anwesenden des Geheimtreffens. Übrigen kam diese Einschätzung sogar im Vortrag von Yannis Stournaras auf der offiziellen Hauptversammlung der "Bank of Greece", zum Ausdruck, indem er mit keinem Wort die politischen Turbulenzen in seinem Land erwähnte. Sein Vortrag ließ wegen der absoluten Nichterwähnung der griechischen Euro-Unruhen darauf schließen, dass für die Weltfinanz bereits alles geregelt schien. Auch die Aussage des als Hochgrad-Freimaurers geltenden EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker am Anfang der Griechenland-"Verhandlungen" unterstreicht diese Einschätzung. Juncker wörtlich: "Es wird niemals einen Grexit geben" [4]
Der einsame Verräter
Tsipras, der einsame Verräter

Den Sturm im Wasserglas im Zusammenhang mit den "Verhandlungen" einer erneuten trubutalen "Griechenland-Hilfe", die zum Grexit führen könnte, erzeugte man offenbar nur für die verdummten Massen der Euro-Länder. Es galt, jedermann einzubleuen, wie wichtig eine Euro-Rettung sei, damit auch in Zukunft der Grund der Verarmung der Massen nicht erkannt wird. Auf jeden Fall war klar, dass entweder Alexis Tsipras selbst, oder einige der führenden Syriza-Köpfe ins Rothschild'sche Lager gezogen würden, um alles so weiterlaufen zu lassen wie bisher. Anders sind die Sorglosigkeit der Finanzoberen und die Worte von Yannis Stournaras vor dem Hintergrund der spektakulären Brüsseler Gipfel-Treffen nicht zu erklären.
Die Schauveranstaltungen von Gipfel zu Gipfel waren notwendig, um die Dramatik für den einzulullenden Bürger immer weiter zu steigern. Denn mit Beginn der sogenannten Verhandlungen mit Syriza im Januar 2015 ging es ja nur um lächerliche 7,5 Milliarden Euro, während die Rothschild'schen Finanzcomputer bereits an die 100 Milliarden Euro an weiteren Wettfälligkeiten im Hintergrund errechnet hatten.
Stationen der Schauveranstaltungen
Die Ereignisse steuerten dem Höhepunkt zu, als Alexis Tsipras am 21. Juni 2015 beim Eintreffen in Brüssel zu einer weiteren Verhandlungsrunde von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker demonstrativ mit einem Freimaurer-Kuss begrüßt und dann vor den Augen der Weltöffentlichkeit an die Hand genommen und in den Verhandlungssaal geführt würde.
Am darauffolgenden Tag, am 22. Juni, fand am Abend ein bizarres Phantom-Treffen in Brüssel statt. Die an diesem Tag so heiß erwartete Sondersitzung der Chefs der Euro-Zone, die am Donnerstag zuvor bereits einberufen worden war, um die Griechenland-Krise beizulegen, oder zumindest die "offenen Wunden zu pflegen", brachte keine Ergebnisse. Am Nachmittag dieses 22. Juni kamen zuerst die Finanzminister der Euro-Zone zusammen, um ihren Regierungschefs einen Vorschlag zu unterbreiten. Das war jedoch nicht möglich, da es angeblich an Zeit mangelte, die Vorschläge Athens zu prüfen, wie es hieß. Gemäß Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem sei das Treffen der Finanzminister dennoch notwendig gewesen, um den Sondergipfel der Euro-Länderchefs vorzubereiten, was sie mangels geprüfter Vorschläge Athens aber nicht konnten. Da fragte sich der Londoner Guardian: "Warum sind die Euro-Finanzminister dann überhaupt nach Brüssel gekommen?" [5]
Obwohl also die sogenannten Verhandlungen in dieser Woche keine neuen Ergebnisse zeitigten, trafen sich die Chefs der Euro-Länder dennoch in Brüssel, weshalb man davon ausgehen kann, dass sie zu diesem Zeitpunkt schon wussten, wie alles enden würde.
Am Freitag den 26. Juni 2015 lieferte Tsipras eine perfekte Schau, er lehnte jeden sogenannten Kompromissvorschlag aus Brüssel ab, flog zurück nach Athen und ließ am 28. Juni 2015 im Parlament über ein Referendum abstimmen, das die Griechen fragen sollte, ob sie mit den diktierten Sparmaßnahmen der Gläubiger einverstanden sind.
Merkel und Schäuble als BRD-Nazis
Tsipras sollte nach den Plänen der Finanzstrategen medial als Held dargestellt werden, der von den neuen "BRD-Nazis" sozusagen in einem "neuen Holocaust" vernichtet würde.
Offenbar hatten die psychologischen Strategen der Welt-Finanz einen Plan ausgearbeitet, wie Tsipras die Ausraubung seines Landes durchsetzen könnte, ohne große Anfeindungen erleiden zu müssen. Wie aus Insiderkreisen verlautete, wurde die Idee des Referendums nicht in Griechenland, sondern in Brüssel geboren. Tsipras sollte nach den Plänen der Finanzstrategen medial als Held dargestellt werden, der von den neuen "BRD-Nazis" sozusagen in einem "neuen Holocaust" vernichtet würde. [6] Hauptsache die Griechen bleiben versklavt. Merkel, nicht die Allerklügste wie wir wissen, war mit dieser Strategie zufrieden, so lange sie nur als Siegerin gelten durfte. Nach diesem Psycho-Propaganda-Konzept würde Tsipras' Rolle als Agent der Troika nicht nur unerkannt bleiben, vielmehr würde er Held sein, der sogar einen "neuen Holocaust" überlebt und so weiterhin für Rothschild tätig sein kann.
Der Verrat des Alexis Tsipras
Die Dinge nahmen ihren Lauf, vollkommen nach Plan. Tsipras wurde am Abend des Referendums, am 5. Juli 2015 in Athen gefeiert wie ein neuer Achilles. So wie Achilles, der Held von Troja, von Odysseus entdeckt wurde, so schien nunmehr das griechische Volk ihren Alexis Tsipras für den Olymp entdeckt und erwählt zu haben. Das ganze Land schwelgte in glückseliger Freude, sie glaubten, die Freiheit mit Tsipras gewonnen zu haben.
Am 12. Juli 2015 reiste Tsipras schließlich "mit stolzer Brust" nach Brüssel, wo um 18 Uhr der Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs begann. Was während der nächsten Stunden nach außen drang, waren die üblichen Meldungen über "harte Verhandlungen", von denen wir heute wissen, dass alles nur zur Schau gemacht wurde.
Erst nach der künstlich erzeugten Dramatik für die Verdummten in Europa, kam am frühen Morgen des 13. Juli 2015 der sogenannte Durchbruch. Der belgische Premier Charles Michel twitterte um 8:45 Uhr: "Einigung!" Damit war die als Krimi hochstilisierte Schauveranstaltung zu Ende! Tsipras akzeptierte mehr Terrorauflagen gegen Griechenland, als noch eine Woche zuvor verlangt worden waren. Er dürfte damit wohl in die Geschichte eingehen, denn eine solche bereitwillige Unterwerfen und einen solchen Totalverrat hat es wohl noch nie gegeben. Und Merkel war die "Siegerin" im Namen eines neuen deutschen "Nazi-Regimes", wie die Weltpresse mit gewaltigen Schlagzeilen suggerierte.
Ja, das Konzept ging tatsächlich auf, Tsipras schadete der Verrat zu Hause kaum. Klar, gegen "Nazis" verloren zu haben, gilt immer noch als Heldentat. Der moderne Achilles trat sozusagen einem viel größeren Feind entgegen als sein antiker Vergleich, der "nur" gegen Troja kämpfen musste. Achilles starb durch den von Apollon gelenkten Pfeil, doch Tsipras unterlag dem "Bösesten" der Welt, den "übermächtigen neuen Nazis", da will niemand mehr an Verrat denken.
Die geheimen Pläne für den Grexit
Selbstverständlich wussten einige ehrbare Griechen der Syriza Partei, was es mit Tsipras auf sich hat. Am Tag nach dem Referendum trat Finanzminister Yannis Varoufakis von seinem Amt zurück, und nur wenig später entließ Tsipras einen der wichtigsten Kämpfer in diesem Krieg gegen die Weltfinanz, den Energieminister Panagiotis Lafazanis.
Im Westen wurde die Propagandalüge verbreitet, dass es sich bei Syriza eben um linke Dilettanten handele, die überhaupt keinen Plan-B für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen mit der Euro-Gruppe und dem IWF gehabt hätten. Zudem wurde immer wieder herausgestellt, dass 70 Prozent der Griechen, auch wenn sie deshalb sozusagen an Armut sterben würden, den Euro behalten wollten. Lügen! Die Griechen haben früher weitaus weniger schmerzliche Sparmaßnahmen schon abgelehnt. Am 5. Juli 2015 stimmten sie mit fast 62 Prozent gegen das Diktat aus Berlin. Und sie wussten, dass dieses NEIN auch den Grexit bedeuten könnte, schließlich hatte ihnen "Nazi"-Schäuble das ja sehr deutlich über die griechischen Oligarchen-Medien vor Augen geführt.
Mehr noch, es gab sogar vier Kommissionen, die eine selbstbestimmte Exit-Strategie im Auftrag der Tsipras-Regierung entwickelt hatten. Da gab es die viel beachtete Wahrheitskommission des griechischen Parlaments, die in einem Gutachten feststellte, dass es sich bei den Schulden um betrügerisch zustande gekommene Summen handelt. Diese Kommission war international hochkarätig besetzt. Darüber hinaus gab es ein geheimes Fünfer-Komitee im Finanzministerium von Yannis Varoufakis. Schließlich gab es noch die Delphi-Initiative, wo spezialisierte Währungswissenschaftler wie David Graeber, Prof. Michael Hudson und der Weltbankdissident Peter König zusammenarbeiteten.
Profess Hudson
Professor Michael Hudson
Ganz besonders erstaunlich ist, dass Dr. Michael Hudson, Professor of Economics, University of Missouri, Kansas City, an den Plänen zur Rückkehr zur Drachme mitgearbeitet hatte. Professor Hudson hatte bereits viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als er in einem Fernseh-Interview sagte: "Sie können in Deutschland nicht Geschichte lehren, wie sie war, ohne gefeuert zu werden. … Die ganze Theorie der Schuldenpolitik wurde damals von der Wall Street entwickelt. Plötzlich gab man den Deutschen eine falsche Geschichte. Sehen Sie sich die deutschen Schulbücher an, und die Propaganda der Banken, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Sie geben vor, wenn die Regierung das Geld verleihen würde, wenn also die Notenbank das Defizit der Regierung finanzieren würde, anstatt dass die Regierung von den Reichen leiht, dass dann eine Hyper-Inflation entstehen würde. Die falsche Geschichtserinnerung der Deutschen macht sie glauben, dass eine Hyper-Inflation durch zu viel öffentliches Geldausgeben entstehen würde." [7]
Selbstverständlich hatte Syriza einen Plan-B. Bereits vor der Wahl wurden Szenarien eines Euro-Austritts erarbeitet. Bewiesen ist auf jeden Fall, dass Tsipras bereits am 14. Dezember 2014, also mehr als einen Monat vor dem Syriza-Wahlsieg, seinen späteren Finanzminister Varoufakis damit beauftragte, Pläne für einen Euro-Austritt zu erarbeiten. Das versicherte Varoufakis am 16. Juli 2015 im Rahmen einer Telefonkonferenz internationalen Analysten: "Bereits im Dezember 2014 hat mich Tsipras als sein damaliger Wirtschaftsberater mit Plänen für eine Rückkehr zur Drachme beauftragt." [8]
Diese Pläne wurden seit Februar noch weiter perfektioniert. Der Währungsexperte und führende Ökonom von Syriza, Professor Costas Lapavitsas, warb für seinen Plan eines gut vorbereiteten Austritts aus dem Euro. Am 30. Juni 2015 stellte offiziell Energieminister "Lafazanis diesen Plan dem Regierungschef vor. Lafazanis hatte immer wieder betont, Griechenland habe etliche ökonomische, monetäre, soziale und geopolitische Alternativen. … Und Lapavitsas glaubt an eine schnelle wirtschaftliche Gesundung nach dem Grexit … Lapavitsas propagiert den Austritt aus der Eurozone. Die Wiedereinführung der Drachme könnte der Landwirtschaft neue Impulse geben. Ebenso könnten die Griechen mehr vom Tourismus profitieren, der noch immer zum Großteil von Familien geführt wird. Er machte vor allem deutlich, dass dieses dritte Memorandum eine absolute Garantie für eine rasch zunehmende Verelendung und ein ökonomisches Desaster darstellt." [9]
Im Wissen um diese Hintergründe wird verständlich, dass die griechische Problemlösung für den Fortbestand des Welt-Finanz-Systems darin bestand, den Syriza-Führer, mit welchen Methoden auch immer, auf die Seite der Weltfinanz zu ziehen. Reflektieren wir noch einmal die Worte von Notenbank-Chef Yannis Stournaras am 26. Februar 2015 auf der Geheimsitzung in London: "Wir konnten, wo auch immer in der Welt, die Linken immer davon überzeugen, dass unser globales Finanzsystem am Ende links ist, weil wir internationalistisch sind. Und das hat immer gewirkt. Besonders dann, wenn einige führende Leute davon profitierten."
Ob und in welcher Form Tsipras materiell für den Verrat an Griechenland und für seinen Kniefall vor der Welt-Hoch-Finanz profitiert, wissen wir nicht. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass ihm bedeutet wurde, er könne das Schicksal eines John F. Kennedy erleiden, wenn er die "Bank of Greece" verstaatlichen und aus dem Euro aussteigen würde. Immerhin dürften ihn bei einer solch unverblümten Drohung die Gemeinsamkeiten mit John F. Kennedy beeindruckt haben. Kennedy wurde mit 46 Jahren ermordet, weil er die private jüdische Notenbank der USA, die FED, wieder unter staatliche Kontrolle stellen wollte. Tsipras war gerade im Begriff, fast im gleichen Alter wie Kennedy (41), die private Notenbank Griechenlands zu verstaatlichen. Und so versteht man vielleicht etwas besser, warum "Alexis Tsipras über Drohungen und Erpressungen klagte." [10]
Der Aufstand gegen Rothschilds privatisiertes Notenbank-System
Es war eine Expertengruppe um Varoufakis, Lapavitsas und Lafazanis, die den Grexit-Plan ausgearbeitet hatten. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Der Plan ging viel weiter, sogar noch weiter als damals Kennedys Direktive, die FED wieder dem Staat zu unterstellen. Denn die Griechen planten einen richtigen Putsch gegen die Zweigstelle des Rothschild'schen Weltimperiums.
Auch Tsipras soll bis zur Referendumsnacht mit von der Partie gewesen sein, erklärte Varoufakis in den englischen Zeitungen: "Ich habe Tsipras immer gesagt, dass das nicht einfach sein wird, sondern dass es der Preis der Freiheit ist. Aber dann stellte ich fest, dass es für ihn 'zu schwierig' wurde. Ich weiß nicht, wann er sich anders entschieden hatte, ich jedenfalls bemerkte es erst in der Nacht des Referendums. Deshalb bot ich meinen Rücktritt an. … Die Griechen hatten uns mit dem Referendum beauftragt, mit Nachdruck bis zu dem Punkt zu verhandeln, dass, wenn es zu keiner Einigung kommt, zu überlegen, aus dem Euro auszutreten." [11]
Premier Tsipras schwieg bisher zu den Veröffentlichungen. In Tsipras' Umgebung hieß immer: "Kein Kommentar". Man wisse nichts von den angeblichen Varoufakis-Plänen. Erst seit dem 30. Juli 2015 musste Tsipras unter dem Druck der Fakten zugeben, dass er selbst einen Plan ausarbeiten ließ, wie das Land zur Drachme zurückkehren könnte.
Um also das Euro-Unglück doch noch in letzter Minute vom griechischen Volk abzuwenden, trafen sich Panagiotis Lafazanis und weitere Getreue einen Tag nach Tsipras Kniefall in Brüssel, am 14. Juli 2015, im Athener Hotel Oscar zur Verabredung des Sturzes der Rothschild'schen Fremdherrschaft in Griechenland. Der Coup setzte am neuralgischen Punkt der Welt-Finanz an, beim Gouverneur der privaten "Bank of Greece", Yannis Stournaras. Stournaras sollte festgenommen und die Notenbank wieder unter staatliche Kontrolle gestellt werden. Das, was John F. Kennedy 1963 mit der "Executive Order 11110" [12] erreichen wollte, sollte in Griechenland mit einem Coup für die Freiheit, von der Varoufakis spricht, verwirklicht werden: "Lafazanis wollte den Notenbankchef, der sich schon als Finanzminister in den Jahren 2012 bis 2014 den unversöhnlichen Hass vieler Syriza-Politiker zugezogen hatte, verhaften lassen – Teil eines Plans, das Land vom Euro zu befreien und zu einer eigenen Währung zurückzuführen, ohne lästige Spar- und Reformauflagen der Gläubiger. Was Lafazanis plante – und vielleicht immer noch plant – ist nicht weniger als ein Staatsstreich. … Man habe erörtert, den Notenbanker festnehmen zu lassen und die Notenbank sofort unter staatliche Kontrolle zu stellen, heißt es." Der Energieminister Lafazanis sagte vor den Anwesenden im Hotel Oscar: "Wir wollen eine nationale Währung. Das war unser Plan von Anfang an, wir hätten das längst umsetzen sollen, aber es ist noch nicht zu spät dafür." [13]
Die Hetzer vom "Handelsblatt" bezeichnen den geplanten Coup von Varoufakis und Lafazanis als Staatsstreich, obwohl er sich nur gegen eine private Bank richtete, so wie heute öfters Firmen von Protestlern besetzt werden, die mit ihrer Produktion beispielsweise die eigene Bevölkerung umweltpolitisch zugunsten fremder Finanzinteressen gefährden. Wenn man die Entmachtung des Chefs einer privaten ausländischen Bank als Staatsstreich bezeichnen will, dann muss man auch zugeben, dass die Rothschilds in Griechenland der Staat sind, dass sie Griechenland regieren.
Die Anführer des Coups gegen Rothschild
Die Anführer des Coups gegen die Rothschild'sche Fremdherrschaft in Griechenland (von links): Professor Yannis Varoufakis, Ex-Finanzminister, Professor Panagiotis Lafazanis, Ex-Energieminster und Professor Costas Lapavitsas, führender Währungsexperte.

Der edel motivierte Aufstand scheiterte, weil in dieser Eile nichts mehr richtig organisiert werden konnte. Es war nicht klar, wie das Militär reagieren würde, da viele der höheren Ränge auf der geheimen Gehaltsliste der "Bank of Greece" stehen. Auch die Polizei konnte nicht mit einbezogen werden, da etwa 60 Prozent der Athener Kräfte mit der "Goldenen Morgenröte" sympathisieren und sie die ständige Hetze gegen die Nationalen satt haben.
Doch Tatsache bleibt, dass die Aufrechten innerhalb des Bündnisses Syrizas "immer schon den Totalausstieg aus EU, Nato und Eurozone propagierten sowie die sofortige und einseitige Einstellung des Schuldendienstes und die Nationalisierung der Banken. Seit Monaten kritisieren sie Rhetorik und Verhandlungstaktik der Regierung. Sie lasse sich zu viele Zugeständnisse abringen, übertrete rote Linien, setze Wahlversprechen viel zu zögernd um. Sie glauben an keinen Kompromiss, weder mit den Geldgebern, noch mit der EU. Das totalitäre Europa wolle in Wirklichkeit die vollständige Unterwerfung von Syriza und der ganzen Nation. Schon im Frühjahr sagte Lafazanis: 'Das heutige deutsche Establishment ist das Zerstörerischste für Griechenland und den europäischen Kontinent'. Der Zusammenprall mit dem deutschen Europa sei unvermeidlich – und damit auch der Umsturz." [14]
Zudem erkennt auch die linke Syriza im Finanzjudentum das Problem der unterjochten Menschheit: "Nach einer Studie der 'Anti-Defamation Leage' äußern sich 69 Prozent der Griechen dezidiert antisemitisch. Bei Geld und Macht wollen 75 Prozent Juden im Spiel sehen." [15] Tatsächlich strebten die anständigen Syriza-Leute ein neues Europa an, ein freies Europa, ein Europa ohne die Sklavenhalterpolitik des rothschild'schen Systems der privatisierten Notenbanken: "Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis haben sich selbst zur Speerspitze erklärt, 'um Griechenland in einem Europa, das die Richtung wechselt, zu verändern'. Tsipras wähnt sich im Krieg, wie er es immer wieder selbst formuliert hat." [16]
Vor diesem Hintergrund versteht man die Entscheidung der Welt-Finanzmacht, entschieden zugeschlagen und Tsipras auf die Knie geprügelt zu haben. Zumal er für sie leicht einzuschätzen war, der Abteilung psychologische Kriegsführung bei der Hochfinanz gilt er als feiger Weichling mit "großer Fresse aber ohne Mumm".
Wenn Lafazanis also von einem "deutschen Europa" spricht, meint er damit die BRD als Erfüllungsgehilfe der Rothschilds und deren System der privatisierten Notenbanken. "Nikos Kotzias, der Außenminister, sieht in Deutschland eine hegemoniale Macht, die Griechenland und ganz Europa in eine Schuldenkolonie verwandeln will. Andere meinen, hinter der Krise stecke in Wirklichkeit ein vermeintliches internationales Finanzjudentum." [17]
Dazu hatte die Regierung Tsipras sogar ein Gutachten von der Rechtsabteilung des griechischen Parlaments erstellen lassen. In Abteilung 8 des Parlamentsgutachtens, das am 18. Juni 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, wird im Kapitel "Bewertung von Schulden, die als rechtswidrig, abscheulich, illegal und unhaltbar einzustufen sind" ausführlich Stellung genommen. Im Passus "Schulden an die EZB" heißt es dazu: "Schulden gegenüber der EZB sind widerrechtlich zustande gekommen, da die EZB ihre Befugnisse bei der Gewährung überschritten hat". Damit ist gemeint, dass die EZB keine privaten und bankrotten Banken finanzieren darf. Aber die griechische Notenbank, die "Bank of Greece", ist eine private Bank, und sie de facto bankrott.
Wer unwissend ist, muss glauben. Helft uns aufklären, die Zeit drängt
Ein Wissender wird 100 Unzufriedene führen in der Umbruchszeit. Wir nennen die Hintergründe beim Namen. Helft uns aufklären.
Alexis Tsipras wird sich wohl nur noch, wahrscheinlich nur vorübergehend, retten können, indem er die Weisungen der Welt-Finanz befolgt, die Schlüsselpersonen des Widerstandes wie Varoufakis, Lafazanis, Lapavitsas usw. verrät und wegen "Aufruhr und Landesverrat" aburteilen lässt. "Varoufakis schrieb auf Twitter, man wolle ihn als 'Schurken-Finanzminister' hinstellen und ihn wegen Verrats angeklagt sehen". [18]
Doch der wirkliche Verrat am eigenen Volkes geschieht durch Alexis Tsipras. Tsipras zelebriert seinen Verrat in einer Weise, wie es noch selten in der Geschichte vorgekommen ist. Tsipras lässt das Land über die "Bank of Greece" offen von Rothschild und seiner EU-Truppe regieren und schämt sich nicht, sich als Patriot feiern zu lassen.

1) n-tv.de, 02. März 2015
2) Von Januar bis Juli 2015 wurden etwa 150 Milliarden Euro in die Kassen der Rothschild-Bank gepumpt.
3) "Trotz Schuldenkrise: Griechische Notenbank schüttet Millionen an Aktionäre aus. Die Bank of Greece ist seit ihrer Gründung 1927 eine private Aktiengesellschaft. Das Land hängt am Tropf der Euro-Partner, seine Zentralbank hat gewaltige Schulden bei anderen Notenbanken. Dennoch gönnt die Bank of Greece ihren Aktionären weiterhin eine Dividende. Insgesamt schüttet sie 2012 fast hundert Millionen Euro aus." (Spiegel.de, 12.04.2012)
4) Welt.de, 07.03.2015
5) The Guardian, 23 June 2015
6) Die Tageszeitung "Dimokratia" hat die eindeutigste Titelseite des Tages: "Griechenland in Auschwitz - Schäuble strebt einen Holocaust in Europa an". Andere hetzten ähnlich. Schäuble wurde als gesuchter Neo-Nazi mit Hitler-Bärtchen auf "Fahndungsplakaten" an Hauswänden abgebildet.
7) RT.com, January 16, 2014
8) Die Athener Zeitung "Kathimerini" am 25.07.2015
9) FAZ, 04.07.2015, S. 21
10) n-tv.de, 02. März 2015
11) Telegraph.co.uk, 26 Jul 2015
12) Jedenfalls dürfte John F. Kennedys Dekret (Executive Order 11110) vom 4. Juni 1963 zu seinem Todesurteil geworden sein. Mit diesem Dekret entzog er die in jüdischen Händen befindliche private Notenbank der USA (Federal Reserve System) die Lizenz, das von ihr bedruckte Papier dem Staat verzinslich auszuleihen. Mit einem Federstrich hätte Präsident John F. Kennedy damit das mächtigste jüdische Unternehmen der Welt nach der "City of London" ausgeschaltet und damit der Kabale die Zügel der Weltmacht entrissen, wäre er am Leben geblieben. Doch nur 172 Tage später, am 22. November 1963 trafen John F. Kennedy die tödlichen Schüsse von Dallas (Texas). Sein Stellvertreter, Lyndon B. Johnson, übernahm gemäß Verfassung das Präsidentenamt. Als erste Amtshandlung hob er das Dekret 11110, die Verstaatlichung der FED, auf. Als zweite Amtshandlung sozusagen, erklärte er Israel zum wichtigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten und veranlasste die Aufhebung des von Kennedy verhängten Atomwaffen-Embargos gegenüber dem Judenstaat.
13) handelsblatt.de, 26.07.2015
14) FAZ, 04.07.2015, S. 21
15) Konkret-magazin.de, 29.06.2015
16) n-tv.de, 02. März 2015
17) FAZ, 04.07.2015, S. 21
18) FAZ.net, 27.07.2015

Freitag, 10. Juli 2015

Ein Insider packt aus – Die Wahrheit über das Machtsystem der Troika, der Banken und der Politik in Europa!



Als wir das Interview von Harald Schuhmann zum ersten mal sahen, waren wir in der Redaktion sprachlos. All das, was wir über die Mainstream Medien zur Griechenlandkrise erfahren haben, war und ist nur großes Theater für das Volk und zeigt bedauerlicherweise immer nur die Wirkungen des Finanzsystems – nie deren Ursachen! Doch es gibt Insider: was diese Personen zu erzählen haben, sollte jeden interessieren. Diese brisanten Informationen erhalten Sie sicher nicht bei der ARD Tagesschau!
Yaris Varoufakis, der ehemalige Finanzminister Griechenlands packt aus und erläutert überraschend direkt, wie das Finanzsystem mit seinen “Institutionen” funktioniert und agiert und weshalb es keine Lösung für hochverschuldete Staaten gibt. Der gibt konkrete Einblicke in die Verhandlungen mit dem IWF, der EZB sowie Geschäftsbanken im Frühjahr 2015. Er zeigt deutlich, dass alle Verhandlungen zwischen Gläubigern und Schuldnern stets auf das eine Ziel hinauslaufen: Alle Risiken aus den eigenen Bilanzen auf die Völker Europas, den Steuerzahlern, umlegen. Die Bürger bürgen am Ende, das Geld haben dann bereits die anderen. Für den Mathematiker Varoufakis gibt es keine echte Lösung in der Schuldenkrise, sondern nur das Spiel auf Zeit durch die Gläubigervertreter. Das Spiel läuft durch Machtausübung weiter und die Spielregeln werden stets zum Nachteil der Schwachen in einer Bevölkerung diktiert. Und es geht nicht nur um Griechenland – allen Mitgliedern der Eurozone droht das selbe Schicksal.
Wir empfehlen dieses Video, denn es zeigt unangenehme Wahrheiten! Durch den griechischen Finanzminister erhält man Infos zu den Machenschaften hinter den Kulissen aus erster Hand. Wie Eingangs erwähnt, wir waren sehr überrascht über das, was wir erfahren haben! Vermutet haben wir es, jetzt ist es dank Varoufakis bestätigt.
Bitte teilen Sie dieses Video über Social Media!
Diese Informationen sollen mehr Menschen erhalten.
Video: Talking to Yanis Varoufakis 16.03.2015 (54 Min.)
Harald Schuhmann on the trail, Englische Fassung

Dienstag, 7. Juli 2015

Absturz - Syriza mit ihrer Politik am Ende



Griechenland nach Varoufakis’ Rücktritt: ein genauer Blick auf die Umstände macht klar, warum die offenbar von Premierminister Tsipras auf Druck der Troika getroffene Entscheidung, den Finanzminister zu entlassen, für das kurzfristige Überleben der Syriza-Regierung unausweichlich ist.

Von Ernst Wolff

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis war einer der vehementesten Befürworter eines „Nein“ beim Referendum der Griechen über die Sparpolitik am Sonntag. Das ausgerechnet er nur wenige Stunden danach seinen Rücktritt erklärte, scheint auf den ersten Blick schwer verständlich. Doch ein genauer Blick auf die Umstände macht klar, warum die offenbar von Premierminister Tsipras auf Druck der Troika getroffene Entscheidung, Varoufakis zu entlassen, für das kurzfristige Überleben der Syriza-Regierung unausweichlich ist. Es enthüllt aber auch den Charakter der Politik des Bündnisses und zeigt, dass es kurz vor dem endgültigen Scheitern steht.

Das Referendum und seine trügerische Botschaft
Das am Sonntag abgehaltene Referendum hatte seinen Namen von Anbeginn an nicht verdient, denn es hatte für die Zukunft des Landes keine Bedeutung. Durch seine Ansetzung hat die Syriza-Regierung allerdings eine gefährliche und trügerische Botschaft an das griechische Volk gesendet: Sie hat es in dem Glauben bestärkt, im politischen Prozess noch ein Mitspracherecht zu haben. Das aber ist falsch.

Griechenland steht seit Ausbruch der Eurokrise im Jahre 2010 unter der Zwangsverwaltung der Troika. Die griechische Regierung ist nur noch eine weitgehend machtlose Institution, die keine einzige wichtige Entscheidung ohne die Zustimmung der drei sogenannten „Institutionen“ treffen kann.

In genau dieser Zwangsjacke steckt die Syriza-Regierung seit ihrer Wahl Ende Januar. Im Gegensatz zu ihrer Darstellung in den Mainstream-Medien hat sie sich den Entscheidungen der Institutionen auch niemals grundlegend widersetzt. Sie hat nur einzelne werbewirksame humanitäre Erleichterungen wie die Wiedereinstellung von Putzfrauen mediengerecht vermarktet und extrem harte Maßnahmen wie die weitere Senkung der Renten und des Mindestlohns abgelehnt. Sie musste dieses David-gegen-Goliath-Spiel auch betreiben, da sie ja auf Grund ihres Versprechens, die Austeritätspolitik zu beenden, gewählt worden war. Bis auf die Rückzahlung des IWF-Kredites  vorletzte Woche hat sie aber alle Zahlungen an die Institutionen geleistet und dafür sogar in die Rentenkassen gegriffen und auch vor den Rückständen von Krankenhäusern und anderen sozialen Institutionen nicht Halt gemacht. Sie hat damit gegen das griechische Volk und im Interesse steinreicher internationaler Investoren gehandelt.

Bereits nach der Regierungsübernahme hat Syriza die meisten ihrer Anhänger damit geschockt, dass sie ein Bündnis mit den „Unabhängigen Griechen“, einer ausländerfeindlichen rechtsextremen Partei eingegangen ist und ihr den Posten des Verteidigungsministers überlassen hat. Auch der mit Abstand wichtigste Arbeitsplatz im Land, der des Chefs der Zentralbank, wurde mit Giannis Stournaras einem Banker überlassen, der u.a. von griechischer Seite als Berater von Ministerpräsident Simitis und zusammen mit der US-Großbank Goldman-Sachs die betrügerischen Verhandlungen zum Beitritt Griechenlands zur Eurozone geführt hat.

Syriza ist mit ihrer Politik am Ende
In der vergangenen Woche aber begann eine neue Phase in der Regentschaft der Syriza: Als sie nicht in der Lage war, einen ausstehenden 1,5 Mrd-Kredit des IWF zu bezahlen, endete die Zeit, in der sie und ihr Finanzminister Varoufakis ihr Versprechen, „alle Forderungen unserer Partner zu erfüllen“ einlösen konnten.

In diesem Moment zeigte die Troika unverhüllt ihr wahres Gesicht und forderte die griechische Regierung ultimativ auf, ihren Forderungen auf Punkt und Komma zu entsprechen. Syriza aber konnte das nicht, da eine solche Maßnahme sie den Rückhalt bei ihren Wählern gekostet hätte. Deshalb setzte ihre Führung aus purer Verzweiflung ein Referendum an, von dem sie von vornherein wusste, dass sein Ausgang keinen Einfluss auf die weitere Politik des Landes haben würde.

Teile der Troika und große Teile der euopäischen Politik wiederum nutzten das Referendum, um ihrer Verachtung für demokratische Maßnahmen freien Lauf zu lassen: Sie mischten sich auf erpresserische Weise ein und kündigten an, dass ein „Nein“ verheerende Folgen für die griechische Politik haben werde.

Die Tatsache, dass mehr als sechzig Prozent der Griechen mit „Nein“ gestimmt haben, zeigt, wie sehr sich das Volk ein Ende der Austeritätspolitik herbeiwünscht. Dieses Ende wird aber nicht durch das Bündnis Syriza erreicht werden. Die Gruppierung ist zwar durch das Versprechen, die Austeritätspolitik zu beenden, an die Macht gelangt, hat danach aber keinen einzigen ernsthaften Schritt unternommen, um deren grundlegendes Übel anzugehen.

Was zu tun wäre
Worin besteht dieses grundlegende Übel und wie wäre es zu bekämpfen? Die griechische Krise ist nicht – wie es die Mainstream-Medien Tag für Tag behaupten - auf eine korrupte Verwaltung, ein unzureichendes Steuersystem oder mangelnde Arbeitsbereitschaft fauler Griechen zurückzuführen, sondern das Ergebnis rücksichtsloser Spekulation ultrareicher Investoren.  Sie sind es, die in der Krise von 2008 gigantische Schuldenberge angehäuft haben, die ihnen aber kurz darauf durch korrupte Politiker abgenommen und in Staatsschulden umgewandelt wurden. Auf diese Weise wurden die griechischen Steuerzahler, also die arbeitende Bevölkerung, dazu verdonnert, für die Sünden der Reichen aufzukommen.

Es ist die ungehemmte neoliberale Deregulierung des Finanzsektors der vergangenen Jahrzehnte, die zur inzwischen unumschränkten Macht von Milliardären, Oligarchen, Superreichen und ihren Hedgefonds geführt hat. So lange diese Deregulierung weiter besteht, gibt es absolut nichts, was die Macht des großen Geldes begrenzen könnte.

Die Reaktion auf die Politik des Bündnisses Syriza hat gezeigt, dass die Finanzoligarchie nicht bereit ist, auch nur die kleinsten Zugeständnisse zu machen, d.h. Reformen zu akzeptieren. Ihre Macht kann nur noch dadurch beendet werden, dass ihr die Existenzgrundlage entzogen wird. D.h.: Die Deregulierung des Finanzsektors muss aufgehoben, Derivate müssen verboten, die Banken müssen verstaatlicht und auf ihr Kerngeschäft reduziert werden.
Ohne solche grundlegenden Maßnahmen ist jede Politik gegen die internationale Finanzoligarchie chancenlos.


http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/48937-gr-absturz-syriza-ist-mit-ihrer-politik-am-ende

Mittwoch, 11. Februar 2015

Der neueste Angrif auf die griechische Demokratie - Euro-Banker treten Syriza ins Gesicht


Alexis Tsipras
Am Mitwoch erklärte die Europäische Zentralbank (EZB), dass sie nicht mehr griechische Staatsanleihen und von der Regierung garantierte Schulden als Kreditsicherheit akzeptieren würde. Obwohl Griechenland immer noch Dringlichkeits-Darlehen von der EZB aufnehmen kann, war der unmittelbare Effekt dieser Erklärung, die Beschaffung von Mitteln  und die Instabilität des Finanzmarkt in Griechenland zu erhöhen.

Wir sollten uns im klaren sein, was dies bedeutet. Dieser Schritt der EZB war vollständig unnötig, und er fand einige Wochen, bevor eine Entscheidung getroffen wurde, statt. Es sieht wie der bewusste Versuch aus, die neue Regierung zu unterminieren. Sie versucht, die griechische Regierung zu zwingen, ihre Versprechen an die Wähler aufzugeben und dem IWF-Programm zu folgen, dass ihre Vorgänger unterschrieben haben.