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Samstag, 20. Juni 2015

Dutzend israelischer und saudischer Offiziere durch einen jemenitischen Raketenangriff getötet

Jemen-Saudi_Karte

TEHERAN (FarsNewsAgency-FNA) – Bei einer Militäroperation der jemenitischen Ansarullah-Bewegung auf dem Amir Khalid-Luftwaffenstützpunkt im südlichen Saudi-Arabien sind etwa 20 israelische Offiziere und 63 Militärs und Beamte getötet und zahlreiche weitere Personen  gefangengenommen worden, erklärte ein hoher Sicherheitsbeamter am Mittwoch.
“Die Ansarullah Kämpfer, unterstützt von der jemenitischen Armee, trafen den Amir Khalid-Luftwaffenstützpunkt in der Region Khamees al Mushait im südlichen Saudi-Arabien mit einer Skudrakete und mehreren Najm-al-Saqueb-Raketen (Striking Star) letzte Woche und töteten mehr als 20 ranghohe israelische Offiziere und 63 saudische Militärs und nahmen 35 andere gefangen, sagte Mehdi Nasser al-Bashi der FNA am Mittwoch.
Er erwähnte, dass die israelischen Offizieren Spionageagenten des Mossad waren, welche die saudische Armee in der Region unterstützten und sagte: “ Zur Zeit des Angriffs arbeiteten die israelischen Offiziere an einem Plan, einige Gebiete des Jemen mit verbotenen, in Israel hergestellten Waffen anzugreifen.”
Die jemenitische Armee zielte letzte Woche mit Skudraketen auf die Militärbasis Amir Khalid in der Khamees al-Mushait Region. Die saudische Armee machte geltend, dass sie die Skudraketen mit 2 Patriot-Raketen abgefangen hätte, aber der arabischsprachige Nachrichtensender Al-Mayadeen zeigte Bildmaterial des Raketenangriffs und berichtete, dass dieser sein Ziel erreicht hatte. Nach dem Angriff evakuierte die saudische Armee die Passagier-Terminals von 2 Flughäfen in der Umgebung.
Im Anschluss zeigten Berichte, dass der Kommandeur der saudi-arabischen Luftwaffe, der Generalleutnant Muhammad bin Ahmed al-Shaalan, bei dem Raketenangriff getötet worden war. Heute früh bestätigte ein ranghoher Kommandant der Ansarullah, dass die jemenitische Volkswehr und die Armee den saudischen Luftwaffenkommandanten bei dem Raketenangriff getötet hatten.
Shaalan wurde vor 5 Tagen bei dem Spezialeinsatz der jemenitischen Armee gegen den Amir Khalid-Luftwaffenstützpunkt im Grenzgebiet von Khamees al-Mushait in Saudi-Arabien getötet“, sagte Oberst Salih Mohammad der FNA am Mittwoch.
“Der Angriff gegen den Khalid-Luftwaffenstützpunkt wurde mit Raketen und Waffensystemen geführt, die keine große Besonderheit darstellten; die Operation war von Ansarullah geplant worden und die jemenitische Armee führte sie aus, nachdem sie die Information über die Anwesenheit von Muhammed Shaala auf dem Khalid-Luftwaffenstützpunkt in Khamees al-Mushait erhalten hatte,” fügte er hinzu.
Oberst Mohammad sagte zwischenzeitlich, dass die jemenitische Armee auch in den Besitz von fortgeschrittenen amerikanischen Waffensystemen gekommen sei, nachdem sie den saudischen Luftwaffenstützpunkt Khalid im Anschluss an den Raketenangriff eingenommen hatte.
Vergangenen Mittwoch zitierte die offizielle saudische Presseagentur den Verteidigungsminister und bestätigte den Tod von Generalleutnant Muhammad bin Ahmed al-Shaalan, behauptete aber, er sei an einem Herzinfarkt während einer Geschäftsreise außerhalb des Königreichs verstorben.
Nur wenige Stunden später zweifelten informierte Quellen in New York den Bericht der saudischen Presseagentur an und sagten, der General wäre bei einem Raketenangriff des Jemens getötet worden. Eine informierte jemenitische Quelle, die anonym bleiben möchte, sagte letzten Mittwoch in New York, dass „Shaalan vor 5 Tagen bei den Raketenangriffen des Jemen gegen die saudi-arabische Region Khamees al-Mushait getötet worden war”.
Etwas später am Mittwoch wies eine andere bekannte saudische Quelle die Berichte, dass Shaalan an einem Herzinfarkt gestorben sei, zurück und teilte mit, dass sein Körper verkohlt war, was zeigte, dass er bei einem feindlichen Angriff getötet worden war.
Jamal Bean schrieb auf seiner Tweeter Seite, dass Shaalan und sein begleitendes Team bei einem Raketenangriff der jemenitischen Armee getötet worden sind, da ihre Körper durch das Feuer einer Explosion verbrannt waren.
Quelle: http://www.veteranstoday.com/2015/06/17/israeli-officers-captured-killed-in-yemen-attacks/

Mittwoch, 6. Mai 2015

Wer kämpft gegen wen im Jemen?

Teil 1 von 2
Weil viele Menschen, auch kritische, den dichten Propagandanebel immer noch nicht durchschauen, sei hier noch einmal gesagt: Saudi Arabien und Al Kaida führen im Jemen gemeinsam Krieg gegen die jemenitische Armee, in deren vorderster Front insbesondere von den USA für den Kampf gegen Al Kaida gut ausgebildete und ausgestattete jemenitische Spezialkräfte kämpfen, wobei beide Seiten von Bürgerwehren und anderen Hilfskräften unterschiedlicher Art unterstützt werden. Alles andere ist irreführendes Blendwerk der Propaganda.
Die mit Abstand stärkste militärische Kraft im Jemen sind nicht die Houthis oder andere Bürgermilizen, sondern natürlich die Sicherheitskräfte des Staates Jemen. Diese bestehen aus den Streitkräften und den paramilitärischen Kräften des Innenministeriums. Um den Krieg im Jemen zu verstehen, ist es deshalb unerlässlich, einen genauen Blick auf die Sicherheitskräfte des Jemen zu werfen, anstatt, wie es die Massenmedien regelmäßig machen, irreführende hohle Phrasen zu dreschen wie, dass die saudische Luftwaffe seit über einem Monat im Jemen hauptsächlich “schiitische Houthi-Rebellen” und außerdem einige Ex-Präsident “Saleh gegenüber loyale Armeeeinheiten” bombardiert, die im Jemen gegen “Hadi-treue Milizen” des Präsidenten kämpfen. Dabei wird, weil die Geschichte sonst sofort als Unfug erkennbar wäre, regelmäßig so getan, als hätten sich die bewaffneten Kräfte des Staates Jemen, der rund vier Prozent seiner Wirtschaftsleistung allein für seine Streitkräfte ausgibt und in den letzten Jahren von den USA Militärhilfen im Umfang von mehreren Hundert Millionen Dollar erhalten hat, in den letzten Monaten und Wochen einfach in Luft aufgelöst.

Montag, 27. April 2015

Ex-Oberbefehlshaber der NATO: Heutige US-Kriege plante Pentagon seit 1991



Der ehemalige Oberbefehlshaber der NATO (1997-2000) und NATO-Oberbefehlshaber im Kosovo-Krieg, der Vier-Sterne-General der U.S. Army a.D. Wesley Clark über die seit 1991 geplannten Kriege der USA im Nahen Osten. Ein Ausschnitt des Vortrages beim Think Tank "Commonwealth Club of California" in 2007.

Dienstag, 7. April 2015

Ein paar Anmerkungen zu Jemen und Aden

Die Berichterstattung zur Lage im Jemen ist extrem verwirrend. Dies liegt, abgesehen von der üblichen Ahnungslosigkeit der Journaille, unter anderem daran, dass die Seite der saudischen Koalition haufenweise Lügen zur Verschleierung des Charakters eines verbrecherischen Angriffskriegs ihrer “Militäroperation im Jemen” verstreut, und dass die Seite von Ansarullah offenbar nicht breittreten will, was sie macht und unter Kontrolle hat, um nicht durch eigene Nachrichten saudische Luftangriffe auf eigene erfolgreich gewonnene Positionen zu ziehen und so den Erfolg der Operationen zu gefährden.
Was man insgesamt wohl trotzdem sagen kann, ist, dass die Intensität der quer über den Jemen verteilten saudisch geführten Luftangriffe in den letzten Tagen etwas nachgelassen zu haben scheint. Ob das eher daran liegt, dass der saudischen Kriegskoalition die Ziele ausgegangen sind, oder eher daran, dass die Saudis sich nun aus Angst vor weiteren Anschuldigungen von Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen durch die Bombardierung von Zivilisten etwas zurückhalten, lässt sich nicht so ohne Weiteres sagen. Vielleicht ist es auch die Kombination dieser Faktoren.

Samstag, 28. März 2015

Endlich: OBAMA HAT RICHTIGEN KRIEG IM JEMEN (Video)

Er hat es wieder geschafft, der heimtückische Mörder und Kriegsverbrecher im Weißen Haus. Mit seinen Drohnenspielen hat er seit Jahren unzählige Menschen - vor allem Kinder, Frauen, Alte - im Jemen gekillt, hat sich in jeder Weise in die inneren Angelegenheiten des Landes eingemischt - die alte Marionette Saleh mit dem neuen Hadi ausgetauscht - hat Experten und seine Militärberater geschickt, aber es kam kein richtiger Krieg zustande.

Nun aber, nach einem längeren Bürgerkrieg, nahmen die Houthis die Hauptstadt Sanaa ein und die Marionette flüchtete in seinen letzten Stützpunkt Aden, obgleich die Houthis ihn baten, so lange im Amt zu bleiben, bis eine Neuregelung für das Land gefunden wird. Die Houthis sind ein Volksstamm im Norden des Landes, simpel Shiiten genannt, aber eigentlich Zaiditen, eine Mischung aus der shiitischen und sunnitischen Glaubensrichtung. Obama und seine königliche Saudi-Killerbrigade behaupten, dass die Houthis vom Iran unterstützt werden, doch wie das gehen soll, verraten sie nicht. Das ist weder zu Lande, zu Luft oder zu Wasser möglich, weil ringsum Saudis und Golfstaaten sitzen und die Luft von den USA beherrscht wird.

Nun haben Obama und die Saudis eine Koalition von 10 Ländern, inklusive die Golf- Staaten und die Königreiche Jordanien und Marokko aufgestellt, die seit gestern eine breit angelegte Aggression gegen den Jemen gestartet haben, der sich auch Ägypten und Pakistan anschließen wollen. 







Der Houthi-Sprecher Mohammed Al Bukhaiti stellt  ein paar Dinge richtig.

Sanaa wurde mit etwa hundert Kampf-Flugzeugen angegriffen und die Saudis marschierten mit 100 000 Mann ein. Wie üblich hat man 'nur militärische Ziele' bombardiert und natürlich hat man 'Raketenwerfer des Iran' zerstört, was Teheran umgehend dementiert hat. Hier ist ein Video der militärischen Ziele, die bombardiert wurden - natürlich Zivilisten.

Die notorische Lügnerin Samantha Power hat vor dem UN-Sicherheitsrat die Houthis beschuldigt, "Jemens Übergang ständig unterminiert zu haben", aber sie vergaß zu erwähnen, wie Finian Cunningham schreibt, dass die "von den Saudis unterstützten Exremisten vorige Woche bei einem Angriff auf zwei Moscheen in Sanaa 130 Leute  getötet wurden" und dass es "die USA und die Saudis sind, die durch ihre unentwegte Hilfe für das alte Regime den "Übergang" zu einem mehr demokratischen und friedlichen Jemen unterminieren.

Die Marionette Hadi, Vizepremier des Kleptokraten und Diktators Saleh, sollte in der Tat eine "Übergangs"- Lösung sein und seit drei Jahren sollten Wahlen stattfinden, was US/Saudi-Intriguen verhinderten. Stattdessen schleusten sie Extremisten ins Land, die das übliche Chaos verbreiteten - mit einigem Erfolg. Und alle friedlichen Demonstrationen gegen das Regime wurden mit brutalster Gewalt unterdrückt. 
  
Massendemo gegen die Diktatur

Als alle friedlichen Mittel erschöpft waren, griffen die Houthis zu Gewalt und befreiten das Land von der Herrschaft des Diktators Hadi. Mit dem Ergebnis, dass sie von westlichen Medien als Terroristen und al-Qaida bezeichnet werden und die jetzige Aggression, zu der Diktator Hadi den Westen aufgefordert hat, als eine "Anti-Aufstandsbekämpfung" zur "Wiederherstellung von Recht und Ordnung" bezeichnet wird.

In weiser Vorausschau des Krieges haben die USA, England, Frankreich, Deutschland und die Golfmonarchien ihre Botschaften im Land zu Anfang des Jahres geschlossen. Und nun war es also so weit, den Startschuss für diese "nicht provozierte, einseitige militärische Aggression gegen Jemen" zu geben, wie Tony Cartalucci es nennt. Selbst die New York Times sprach von "Angriff und Intervention", als Rechtfertigung aber "die Stabilisierung des Landes" hinterhergeschoben. Ganz klar, Stabilität wird mit Flächenbombardements erreicht.


Im Grunde geht es natürlich um Geopolitik und die strategischen Militärbasen der USA im Jemen, in Aden (Al-Annad) und Sokotra. Schon England hatte sich Aden, als das Tor zum Roten Meer, zu Beginn des vorigen Jahrhunderts gesichert, was später dann den USA zu treuen Händen übergeben wurde. Die Yanquis hatten dann nichts Eiligeres zu tun, als auf der Insel Sokotra, ein Weltkulturerbe mit einzigartiger Flora und Fauna, eine gigantische Luftwaffenbasis einzurichten (darüber habe ich hier und hier schon berichtet). 
Natürlich ist es strategisch gesehen ein idealer Punkt. Auf der einen Seite Somalia, Dschibouti, Eritrea, Äthiopien, Sudan, im Norden die ganze arabische Halbinsel sowie den Iran auf ihrem Radar, nordöstlich Afghanistan, Pakistan und Indien. Das Herz würde ihnen bluten, wenn sie die Basis räumen müssten. Also müssen wieder tausende Menschen in das Jenseits gebombt werden. Aber was würde die westliche Welt wohl sagen, wenn Russland mal die Räuber- und Mörderhöhle der rabiaten Wahhabis in Riad ausräuchern würde? Du meine Güte, das ist gar nicht vorstellbar.
 

Samstag, 24. Januar 2015

Wie geht’s weiter in Saudi Arabien und Jemen?

Böse Zungen sagen, der 90-jährige saudisch-wahhabitische Terrorfürst Abdullah sei an seiner Wut erstickt, als ihn die Nachricht erreichte, seine jemenitische Marionette Hadi habe das Handtuch geworfen. Wie dem auch immer sei. Die wichtigere Frage ist nun: wie geht’s weiter in Saudi Arabien und Jemen?
Im Saudi Arabien wurde nun wie für den Todesfall von Abdullah zuvor geplant Prinz Salman zum neuen Dikatator ausgerufen. Gerüchten zufolge ist Salman, der nur zehn Jahre jünger als Abdullah ist, beinahe ebenso krank und leidet außerdem unter Demenz und Alzheimer. Politische Änderungen irgendwelcher Art sind von ihm nicht zu erwarten.

Freitag, 23. Januar 2015

IST DEUTSCHLAND GEGEN ODER FÜR AL KAIDA?


Im Jemen kämpft die Bürgerbewegung Ansarullah gegenwärtig gegen die Terrorarganosation Al Kaida sowie Unterstützer und Verbündete von Al Kaida, darunter Teile der organisierten Kriminalität und ihre Arme in der Politik. 
Zur gestrigen Aufforderung des Leiters der Bürgerbewegung Ansarullah, Abdulmalik Al-Houthi, der jemenitische Präsident Hadi möge bitte schnellstmöglich seinen Aufgaben als Präsident nachkommen, berichtete die Süddeutsche Zeitung heute:

Dienstag, 2. April 2013

"Syrien wehrt sich gegen die westliche Invasion" - Bashar al-Assad ist ein demokratischer Revolutionsführer

"Unter welchen Bedingungen der Krieg in Syrien in einem Monat zu Ende sein könne, hörte STIMME RUSSLANDS von Thierry Meyssan, einem in Syrien lebenden Schriftsteller und Journalisten, Regierungsmitglied Libyens aus der Zeit der letzten Tage der Dschamahirija.

Im Westen wird dieser syrische Konflikt furchtbar personifiziert. Frankreichs Außenminister sagt nicht mehr "Präsident von Syrien" oder "Baschar al-Assad". Er nennt das Oberhaupt des unabhängigen Landes einfach Baschar. Vielleicht sollten auch wir dann nicht "François Hollande", sondern einfach "François" sagen? Syriens Regierung wehrt sich aktiv gegen den Zustrom ausländischer "Wahabs". Im Laufe von zwei Jahren haben sie es geschafft, ihre Zahl auf Syriens Territorium auf 200.000 – 250.000 Personen zu bringen. Man vergleiche die zahlenmäßige Stärke dieses Kontingents mit der einheimischen Bevölkerungszahl. Heute machen sie rund ein Prozent aus, was, beispielsweise an Frankreich gemessen, die Einreise von 650.000 ausländischen ausgebildeten und kampferprobten Soldaten bedeutet, deren Ziel die Vernichtung des Landes ist! Niemand könnte dem standhalten. Aber Syrien ist ein starker Staat, und es leistet weiter Widerstand. In dieser Region gibt es sehr wenig starke Staaten. Daher auch die Versuche, Syrien zu vernichten.

Ein unbedeutender Teil der syrischen Armee ist bei der "Antiterror"-Operation eingesetzt. Alles in allem nicht über 25 Prozent der Gesamtstärke der Streitkräfte. Drei viertel der Militärs bewachen nach wie vor den äußeren Ring des Areals, versuchen also, die Grenze gegen die Nato und gegen Israel zu halten. Wird der Zustrom ausländischer Militärs und Waffen nach Syrien unterbrochen, so wird der Krieg in einem Monat zu Ende sein. Wenn nicht, kann er noch jahrezehntelang dauern.
Die Syrer haben nichts gegen ihre Regierung. Ich will nicht sagen, dass die gesamte Bevölkerung ihre Führung liebe, Unzufriedene gibt es schließlich in jedem Land. Jetzt aber sind sie, unabhängig davon, was die Menschen über Baschar Assad denken, davon überzeugt, dass sie ihr Land gegen eine ausländische Intervention schützen. Und Verräter hat es schon immer in jedem Land der Welt gegeben.

Was die Armee betrifft, so setzt sie sich aus einheimischen jungen Leuten zusammen, die für ihr Land kämpfen. Anfangs erzählte man uns von Fällen einer massierten Fahnenflucht. Ich möchte jedoch noch einmal betonen, dass diese Fälle nicht über fünf Prozent ausmachten. Die genannten jungen Leute haben ihre Seite gewählt. Und gegenwärtig gibt es keine Fahnenflucht mehr! Das Volk hat sich mobilisiert, um das eigene Land zu verteidigen!
Vor der Einreise in Syrien lebte ich in Libyen, in den letzten fünf Wochen des Bestehens der Dschamahirjia war ich Regierungsmitglied. Deshalb bin ich mit dieser Frage natürlich gut bekannt. Libyen war ein rein nomineller Staat. Das war der Wille von Muammar Gaddafi, den er in seinem "Grünbuch" klar darlegte. Dieses Werk war vom Erbe der französischen Sozialisten des 19. Jahrhunderts und anderen diversen Denkrichtungen inspiriert. In Wirklichkeit ist eine solche nominelle Regierung vielleicht für Friedenszeiten gut, aber für den Kampf gegen den Imperialismus absolut nicht.

Außerdem verhandelte Gaddafi direkt während des Kriegs mit verschiedenen Vertretern des Lagers der Aggressoren. Wir wussten gut, dass er sich mit Vertretern der USA, Frankreichs und Israels traf. Deshalb eben war Russland völlig außerstande, ihm zu helfen. Die Russische Föderation legte den Grundstein zum Widerstand gegen Gewalt im UN-Sicherheitsrat, vermochte es jedoch nicht, einem Verbündeten, der kein Vertrauen erweckte, wesentliche Unterstützung zu erweisen. Was unglücklicherweise den Untergang Libyens als Staat erklärt.
Muammar Gaddafi war ein großer Mann, der gegen den Kolonialismus kämpfte, aber er betrieb eine verworrene Politik, die ihn denn auch zum Verlust aller ernst zu nehmenden Bündnisse führte.
Wenn von Baschar Assad die Rede ist, so erkläre ich, dass wir es hier mit einem Führer von einem absolut anderen Typ zu tun haben. Er ist äußerst rational, zeichnet sich durch seine bemerkenswerte Kaltblütigkeit aus und ist in seinen Handlungen sehr konsequent. Vielleicht fehlt es ihm ein wenig an Intuition, doch in jedem Fall besitzt er jene Eigenschaften, die sich für die gegebene Situation bestens eignen. Das ist ein rechter Mann am rechten Ort! Er ist ein demokratischer Revolutionsführer, was dem widerspricht, was von ihm beharrlich erzählt wird. Hugo Chavez z. B. sagte, dass sein politisches Ideal zwar Fidel bleibe, aber dem Typ des Verhaltens nach und als Fortsetzer der Sache von Castro stehe ihm Baschar Assad am nächsten.

Er erbte eine Diktatur und gestaltete sie Schritt für Schritt binnen eines ganzen Jahrzehnts um. Er gab den Menschen Bildung sowie Geldmittel für den Übergang zu einem demokratischen Regierungssystem. Und jedesmal, wenn er einen Schritt vorwärts tat, wurde er bedroht. Man wollte ihn an der Umgestaltung seines Landes hindern. Aber trotz des Krieges führt Baschar Assad nach wie vor Verfassungsreformen fort.

Demnach treibt der Westen eine Politik weiter, die sich in ihrem Wesen vom "Drang nach Osten" aus der Zeit des Hitlerismus wenig unterscheidet. Es ist interessant, zu sehen, was geschieht, wenn Baschar Assad mit dem Krieg fertig wird. Mag er auch ein Diktator sein, wie Stalin ein Diktator war, um aber das massierte Anrücken der entwickelten Industrieländer zu stoppen, ist wahrscheinlich gerade ein solcher charismatische Diktator, den die satten und zufriedenen Herren in Washington und Paris verächtlich einen "Fanatiker" schimpfen, notwendig."

Quelle: http://www.extremnews.com/berichte/weltgeschehen/4f831455c028778