Aktuell

Mittwoch, 26. März 2014

Akute Kriegswarnung für Europa: Medien bereiten Militäreinsatz vor

Dienstag, 25.3.2014. Eifel. Wir unterbrechen aus gegebenem Anlaß unser aktuelles Programm, um eine akute Kriegswarnung auszusprechen. Nachdem unlängst der Zuspruchs Chinas für Putins Kurs (der sogar ein Militärbündnis beinhaltet, siehe Spiegel) zu der Vermutung führte, dass die Kriegsgefahr gebannt ist, besteht jetzt Grund zur Annahme, dass ein Worst-Case-Szenario eintritt. Der Grund ist einfach zu benennen: die Paralellen zu der Vorbereitung des Irakkrieges haben inzwischen ein Ausmaß erreicht, dass man von einer Wiederholung reden kann.
Rund um die Uhr wird momentan das deutsche Volk medial vorprogrammiert, um für einen unvermeidbaren Krieg gegen Russland zur Verfügung zu stehen. Putins Bild in der Öffentlichkeit ähnelt inzwischen mehr dem Bild des Saddam Hussein, des Ossama bin Laden oder Muammad Gaddafi als dem eines demokratisch gewählten Politiker, der einen hohen Zuspruch durch die russische Bevölkerung erhält. Wir üblich vor der Hinrichtung von einem Lynchmob wird auf jeden – in demokratischen Gesellschaften üblichen – fairen und gerechten Gerichtsprozess verzichtet. Das Opfer erhält keinen Anwalt, kein Recht auf Anhörung oder Verteidigung, es wird ohne Widerspruch exekutiert – wobei die ausführenden Organe unterschiedlicher Natur sind .


Bekannte meinungsbildende Talkshows in Deutschland stellen Putin als gemeingefährlichen, größenwahnsinnigen, geisteskranken Despoten da (siehe Frankfurter Rundschau), ein idealer Kandidat für eine Exekution, nachdem endlich der lang ersehnte, ewige Frieden kommt.
Wie vor einem größeren Krieg üblich, reist der amerikanische Präsident durch die untergeordneten Natostaaten, um sie auf Kriegskurs zu bringen, angefeuert von einer ukrainischen Oligarchin, die sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt hat, siehe Weltnetz.TV:

Julia Timoschenko, ukrainische Ex-Regierungschefin und politische Verbündete deutscher Regierungspolitiker in der derzeitigen Krise um die Ukraine, hat sich in einem Telefonat mit dem ehemaligen Vizechef des nationalen Rates für Sicherheit und Verteidigung, Nestor Schufritsch von Viktor Janukowitschs Partei der Regionen, für die „Vernichtung der verfluchten Russen “ ausgesprochen. 
„Ich werde all meine Beziehungen spielen lassen, die ganze Welt auf die Beine stellen, damit von Russland nicht mal verbrannte Erde übrig bleibt“, sagte Timoschenko in einem am Montag bei YouTube veröffentlichten Video. Das Telefonat ist abgehört und ins Internet gestellt worden.

Diese Äußerung offenbart eine kriminelle Energie, die ihresgleichen sucht: trotzdem ist diese Frau die Heldin des Westens – und die Wunschkandidatin der USA.
Während Meldungen über abgefangene E-Mails des Berliner Helden Vitali Klitschko (siehe Golem.de) oder abgefangene Telefonate zwischen der EU-Außenbeauftragten Asthon und Estland Außenminister (siehe Spiegel) ein sehr düsteres Bild um die wirklichen Hintergründe der Maidan-Revolution bzw. ihrer gewalttätigen Eskalation zeigen, wird hierzulande gezielt eine Kampagne gegen Wladimir Putin gefahren – eine Kampagne, die so auffällig ist, dass sie in breiter Front für Unmut sorgt, siehe Süddeutsche:

Das Urteil fällt in den großen Medien tendenziell negativ aus: Putin sei gefährlich, wenn nicht gar verrückt.
Schablonenhaft sei das Bild, das viele Medien von Putin zeichneten: Das eines hemdlosen Machos, der aus reiner Bösartigkeit und Größenwahn nichts lieber tue, als in fremde Länder einzumarschieren und das eigene Volk zu unterdrücken. Besonders fatal sei die stereotype Betrachtung Putins im gegenwärtigen Konflikt.

Ähnliche Berichte kennen wir über Saddam Hussein – kurz vor Kriegsbeginn.
Jedem Bürger muss klar werden, dass wir einen historischen Auftrag haben: den russischen Bären zu stoppen, bevor er weiter marschiert und sich Berlin zurückholt (siehe Manager Magazin). Die Welt muss vor einem größenwahnsinnigen Diktator gerettet werden, der Vergleich mit Hitler (das endgültige Todesurteil für nichtamerikanische Politiker) ist schon angestellt worden (siehe Spiegel) … und auch wenn die US-Außenministerin etwas später ein wenig zurückruderte, war die Botschaft ins Bewusstsein eingesickert: wir haben wieder 1939. Wieder gilt es Polen zu retten.
Dass Aussenminister Hans-Friedrich Genscher Russland versprochen hatten, keine Soldaten östlich der alten Natogrenzen zu stationieren (siehe Süddeutsche), wird zwar erwähnt, aber nicht thematisiert – stattdessen fordert die deutsche Verteidigungsministerin einen Truppenaufmarsch an der russischen Grenze (siehe Spiegel).
Natürlich würden sich nur völlig wahnsinnig gewordene Politiker in ein militärisches Abenteuer stürzen … aber war nicht Angela Merkel schon 2003 auf Kriegskurs? Ist lange her, vergisst man gerne – siehe Spiegel: 

Angela Merkel hat für einen handfesten Eklat gesorgt: In einem Beitrag für die “Washington Post” stimmte die CDU-Chefin in den Kriegsgesang der US-Regierung ein, wetterte gegen die Bundesregierung – und brach damit nach Ansicht der SPD eine Tradition deutscher Politik.
Der Spiegel weist auch auf eine besondere Wahrheitstreue der Bundeskanzlerin hin:
Mit dem Angriff auf die Bundesregierung aber ließ es Merkel nicht bewenden. Die Gefahr durch den Irak sei nicht fiktiv, sondern real, schrieb die Vorsitzende von CDU und Unionsfraktion. Europa müsse seiner Verantwortung gerecht werden, indem es mit den USA zusammenarbeite. Worin die Gefahr für die USA und insbesondere für Deutschland konkret bestehe, mochte sie allerdings nicht verraten. 

Wie real die Gefahr war, zeigte sich im Nachheinein. Die Deutsche Welle zitierte eine Studie, die die Anzahl der Lügen der US-Regierung auf den Punkt brachte:

Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit – US-Regierungsvertreter haben dieses Sprichwort vor dem Irak-Krieg 2003 offenbar wörtlich genommen. Wissenschaftler um den Gründer des Center for Public Integrity, Charles Lewis, wiesen in einer Studie acht US-Spitzenbeamten 935 “unwahre Behauptungen” in den zwei Jahren vor dem Waffengang nach, wie es in einer am Mittwoch (22.1.2008) veröffentlichten Erklärung hieß. Das Center for Public Integrity ist eine Non-Profit-Organisation für investigativen Journalismus in Washington.

Wie viele Lügen haben wir bis heute über die Ukraine gehört? Ist uns bewusst, dass die Krim völkerrechtlich das Recht dazu hatte, selbst zu bestimmen, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen? Ebenso wie Schottland?

Auch der Irakkrieg wurde von langer Hand vorbereitet – durch “Sanktionen” die 500 000 Kleinkindern einen erbärmlichen Tod brachten (siehe Zeit). Man ist sich also bewusst, was man da versucht, siehe Spiegel:

Obama sagte zum Auftakt seines mehrtägigen Europa-Besuchs, er sei überzeugt, dass Wirtschaftssanktionen des Westens “erhebliche Folgen” für Russland haben.
“Wir sind einig darin, dass Russland für sein bisheriges Handeln bezahlen muss.
Kein vernünftiges Wesen würde Völker in einen dritten Weltkrieg führen. Jeder nur halbwegs klar denkene Politiker müßte verstehen, dass eine Achse Moskau-Peking im Interesse westlicher Außenpolitik verhindert werden sollte – eine Allianz, die sich wegen der westlichen Akzeptanz einer ukrainischen Putschregierung aus rechtsradikalen und antisemitischen Kräften schmiedet … und wohl auch noch den völkerrechtswidrigen Bosnienkrieg der Nato nicht vergessen hat – oder die Bombadierung Lybiens, Somalias oder des Jemens.
Trotzdem wird der Kriegskurs weiter fortgesetzt.
Die Methoden sind klar erkennbar, allen bekannt und werden gezielt Tag für Tag eingesetzt, siehe

Frankfurter Rundschau:

Beide Weltkriege sind Beispiele dafür, wie sich Aggression manipulativ erzeugen lässt. Die Methode besteht darin, andere zu dehumanisieren, gegen die sich die Aggression richten soll. Wer durch Propaganda den Eindruck vermittelt bekommt, andere hätten sich gegenüber Dritten inhuman verhalten, wird Aggression und den Wunsch nach „gerechter“ Bestrafung spüren. In beiden Weltkriegen war es denen, die von einem Krieg profitieren wollten, gelungen, den Gegner zu dehumanisieren und die deutsche Bevölkerung mit einem rassistischen Dünkel zu infizieren.

Darum wird aus Putin ein Hitler – und die souveräne Krim ein besetztes Land. Darum werden Ängste geschürt, dass Putin jetzt ganz Osteuropa erobern will.
Was wir klar sehen müssen: hier wird ein klarer Kriegskurs gefahren – und der Krieg kommt den westlichen Oligarchien sehr entgegen: die USA stehen am Rande eines Staatsbankrottes, Europa kann die Geldgier der Banken nicht befriedigen und das europäische Volk geht auf die Barrikaden (siehe Spanien). Die Uhr tickt, der politische Wind könnte sich jederzeit drehen, das System Kapitalismus ist wieder mal am Rande seiner Bezahlbarkeit angekommen: für Leute, die in sicheren Privatbunkern im mittleren Westen der USA eine Bleibe finden, der ideale Zeitpunkt, zum Zwecke der Unterhaltung, der Statussicherung und Volksdisziplinierung wieder einmal Völker gegeneinander aufzuhetzen.

Endlich kommt der große Krieg, den christliche Fundamentalisten in den USA schon so lange herbeisehnen, weil an seinem Ende Christus selbst auf die Erde kommt.
Was man zur perfekten Inszenierung des Krieges der “Gerechten” gegen “Gog und Magog” (“die Horden des Satans”, siehe GiBS)brauchte, war die Allianz der zuvor verfeindeten Staaten China und Russland. Die hat man durch ständig wachsenden Druck amerikanischer Basen (nach noch nicht bestätigten Meldungen entfernt das ZDF gerade eine Dokumentation über die Einkreisung von China und Russland durch die USA aus seinen Archiven) jetzt gezielt bewerkstelligt: der letzte große Weltkrieg kann beginnen, die endgültige Vernichtung aller Widersacher des “american way of life” und die endgültige Eleminierung lästiger Konkurrenz aus China, Russland, Japan und Europa kann in Angriff genommen werden.
Vernünftig – ist das nicht.
Aber: welcher Krieg war das schon?

PS: ein Nachtrag. Aktuell veröffentlich der Spiegel eine Stellungnahme zur Äußerung Timoschenkows, die an Tendenziösität kaum zu überbieten ist. Unterstellt wird, dass zentrale Aussagen Timoschenkows vom russischen Geheimdienst “hineingeschnitten” wurden. Wurde hier nicht manipuliert, hat Putin die Krimbewohner vor einem Völkermord  gerettet.
Schufritsch fragt, wie man denn in Zukunft mit den “acht Millionen Russen auf dem Territorium der Ukraine” umgehen solle, worauf Timoschenko antwortet, man solle “sie mit Atomwaffen erschießen”.

Die in dem Telefonat enthaltene Morddrohung Timoschenkos gegen Putin wird bestätigt, ebenso wie die abfällige Bezeichnung aller russischen Bürger der Ukraine als “Ziegenbärte” – was auf jeden Fall deutlich zeigt, welch´ Geistes Kind die Freunde des Westens sind.

http://www.nachrichtenspiegel.de/2014/03/25/akute-kriegswarnung-fuer-europa-medien-bereiten-militaereinsatz-vor/

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen