Entsprechend der Ankündigung in seiner Rede in der Nacht von
Freitag auf Samstag, ernannte der ägyptische Staatspräsident Hosni
Mubarak seinen Vertrauten und Chef des Geheimdiensts Omar Suleiman zu
seinem Stellvertreter. Auch wenn die Proteste vorübergehend an
Dynamik eingebüßt haben, fordern Mitglieder der Opposition Mubaraks
endgültigen Rücktritt. Einer Kurzmeldung Al-Jazeeras zufolge, sind
Gespräche über ein mögliches Exil in Israel im Gange. Die
anfänglichen Gerüchte, dass sich sein Sohn und geplanter Nachfolger
Gamal Mubarak mit 100 Koffern im Gepäck nach London in Sicherheit
gebrach haben soll, finden immer mehr Bestätigung.
Nachrichten
Montag, 31. Januar 2011
Ägyptische Armee wird keine Gewalt anwenden
Während für morgen, Dienstag, in Ägypten der „Marsch der
Millionen“ gleichzeitig mit einem Generalstreik angekündigt wurde,
gab ein offizieller Sprecher der Armee bekannt, dass diese keine
Gewalt gegen die Demonstranten anwenden werde. Gleichzeitig fordert
Israel jedoch Europa und Amerika auf, sich nicht gegen Hosni Mubarak
zu stellen. Während sich das Weiße Haus der Situation gegenüber
ausgesprochen neutral verhält, die US-Medien jedoch trotzdem
unentwegt über die neuesten Entwicklungen berichten, wird in
Deutschland ausnehmend wenig über die Entwicklung in Ägypten
bekannt gegeben. Kanzlerin Angela Merkel befindet sich zur Zeit auf
einem offiziellen Besuch in Israel.
Sonntag, 30. Januar 2011
Massenproteste in Indien
Unruhen
greifen auf Indien über. Auf dem Subkontinent sind am Sonntag
Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Experte sieht die
Demonstrationen in Indien als Fortsetzung der grenzübergreifenden
Protestwelle, die bereits mehrere arabische Staaten wie Tunesien und
Ägypten erfasst hat.
Tunesien und Wien: Parteifreund von Ben Ali verprügelt
Die Revolte in Tunesien, die
Machthaber Ben Ali und seinen Clan aus dem Land jagte, schlägt sich auch
in Österreich nieder. Die Zeitung "Österreich" berichtet in ihrer
Ausgabe vom 31. Januar 2011, dass Mohammed T., ein "hoher Parteifreund"
Ben Alis, in der Nacht zum 29. Jänner in Wien-Penzing überfallen und ins
Koma geprügelt wurde.
Wo die nächste Blase platzt
Danke, Ben Bernanke! Der
US-Notenbankchef ersetzt gerade jeden faulen Dollar durch ein paar neue.
Das hebt auch die Kurse an den Börsen wie heftiger Niederschlag die
Flusspegel… So
könnte man die 12.000 Punkte beim Dow Jones oder das Jahreshoch beim
DAX auch als einen “Kollateralschaden” der ganzen Gelddruckerei
verstehen…
Samstag, 29. Januar 2011
Mubarak kündigt Regierungsrücktritt an
Nach den gewaltsamen Protesten gegen seine Regierung ist der ägyptische Präsident Hosni Mubarak heute am späten Abend erstmals vor die Öffentlichkeit getreten. Mubarak erklärte in der vom staatlichen Fernsehen übertragenen Rede, er habe den Rücktritt der bisherigen Regierung angeordnet. Noch am Wochenende soll demnach eine neue Regierung benannt werden.
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