Aktuell

Sonntag, 19. Dezember 2010

Judentum, Zionismus, Israel

Um viele Missverständnisse betreffend Israel und Palästina zu klären, wird im folgenden Artikel auffschlussreich erörtert, wo die grundlegenden Probleme des Nahen Ostens liegen.
Zunächst einmal widmen wir uns dem Unterschied zwischen dem Judentum und dem Zionismus. Unser Freund Freeman vom SchallundRauch-Blog hat diesbezüglich hervorragende Arbeit geleistet. Während das Judentum eine der drei Weltreligionen (Christentum, Judentum, Islam) verkörpert, wird der Zionist als politischer Ideolog bezeichnet. Der Zionismus war einst die ausgesprochene Drohung, trotz allen Unrechtmässigkeiten, einen jüdischen Nationalstaat in Palästina zu erzwingen.
Diese Bewegung fand vorallem bei den reichen, elitären europäischen Juden sehr schnell anklang. Wobei man wiederum differenzieren muss zwischen den semitischen, hebräischen (Sephardim) und den kaukasisch-khasarischen (Ashkenazim) Juden. Der Historiker und Schriftsteller, Arthur Koestler beschreibt in seinem Buch: „Der dreizehnte Stamm – Das Reich der Khasaren und sein Erbe“ (Deutsche Ausgabe 1989; englische Originalausgabe 1976 – „The Thirteenth Tribe“), detailliert den Aufstieg und Niedergang des Khasarenreiches und ihren Einfluss auf das heutige Judentum. Koestlers verblüffende These: Die Khasaren sind die Vorfahren jüdischen Siedler in Osteuropa und damit der meisten heute lebenden europäischen und amerikanischen Juden , des Weiteren haben sie auch die ideologische Basis für den Zionismus erschaffen. Das würde die These Israel Shahaks bestärken, dass „92 Prozent der weltweit 13 Millionen Juden keine Semiten sind und aus der khasarischen Bevölkerungsschicht in Europa bzw. Russland stammen“,womit die Behauptung der Juden von der „Rückkehr nach Palästina“ lediglich als ein „Mythos“ erweisen wird.



Die Bezeichnung „Zionismus“ war zum ersten Mal 1893 durch Nathan Birnbaum eingeführt worden, aber es ist Theodor Herzl, ein in Österreich in einer reichen, emanzipierten Budapester Familie geborener Jude, der als Gründer der zionistischen Ideologie betrachtet wird. Der Grund ist sein 1896 erschienenes Buch „Der jüdische Staat“, worin er verkündet, das beste Mittel, den Antisemitismus zu bekämpfen, sei die Gründung eines jüdischen Staates. Nach seiner Sicht, war der beste Ort, dies zu verwirklichen, in Palästina. Während Herzl einerseits geltend machte, die Etablierung eines jüdischen Staates würde den Antisemitismus zum Verschwinden bringen, förderte er anderseits den Antisemitismus, um seine Sache vorwärtszubringen. Herzl schrieb in sein Tagebuch:
Es ist wesentlich, dass sich die Leiden der Juden … verschlimmern … dies wird die Realisierung unserer Pläne unterstützen … Ich habe eine tolle Idee … Ich werde Antisemitismus bewirken, um jüdisches Vermögen flüssig zu machen … Die Antisemiten werden uns hierbei helfen, dadurch, dass sie Verfolgung und Unterdrückung von Juden verstärken werden. Die Antisemiten werden unsere besten Freunde sein.“ (aus seinem Tagebuch, Teil 1, pp. 16)
Wenn man aber kein Jude sein muss, um Zionist zu sein, dann ist damit wohl klar und deutlich bewiesen, dass Judentum und Zionismus nicht identisch sein können. Kein Geringerer als der US-Vizepräsident Joe Biden sagte bei einem Interview im israelischen Shalom TV: „Ich bin ein Zionist, man muss kein Jude sein, um Zionist zu sein.“



Schon immer mussten die orthodoxen Juden, die Thoratraditionalisten dafür büssen sie beherbergt zu haben. Es war ein hoher Preis für die Urbarmachung einer Wüstenei. Jahrhunderte bevor die Zionisten Israel für sich entdeckten, lebten Juden und Palästinenser, sprich Araber friedlich in Koexistenz zusammen. Erst mit der brutalen Vertreibung durch die Haganah Bewegung, die Irgun Zvai Leumi, und anderen Terrororganisationen, wurde die bis jetzt andauernde Gewaltherrschaft in Szene gesetzt. 

 
Rabbi Yisroel Dovid Weiss, Sprecher von Neturei Karta International, einer weltweiten Bewegung pro-semitischer Juden, kündigte an, dass sich eine Delegation von Rabbinern mit der “Koalition Arabisch-Amerikanischer und Islamischer Organisationen” zum gemeinsamen Protest gegen den zionistischen Staat zusammenschliesen werde.
"Es ist höchste Zeit, dass das jüdische Volk begreift was unsere Weisen und die überwältigende Mehrheit der Juden bereits zu Beginn der zionistischen Bewegung, vor etwas mehr als einem Jahrhundert, begriffen hatten, nämlich, dass der Zionismus eine grosse Gefahr für das jüdische Volk darstellt."

Die Rotschilds und Israel

Die heute berühmtesten khasarischen Juden sind die Rothschilds. Deren Name kommt, wie bereits erwähnt, von dem roten Schild, dem Wappen der Khasaren, das auch über dem Laden Mayer Amschel Bauers in der Judengasse in Frankfurt hing.
»[...] Israels Staatsgründung geht auf die Balfour-Deklaration von 1917 zurück. Darin versprach der britische Aussenminister Arthur Balfour dem britischen Vertreter der Zionistischen Weltorganisation Lord Lionel Walter Rothschild schriftlich, die Regierung Grossbritanniens unterstütze die "Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina". Dabei sollte "nichts geschehen, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte … ." [...]«
(Quelle: Wikipedia)

Gemälde vom Obersten Gericht
Die Rothschilds mit Shimon Perez und Isaac Rabin

Die Rothschilds waren vor allem im 19. Jahrhundert die treibende Kraft - nicht nur finanziell - des Zionismus. Baron Edmond de Rothschild vom französischen Zweig der Bankiersfamilie, Gastgeber der Versailler Friedenskonferenz, arbeitete eng mit Theodor Herzl und Chaim Weizmann zusammen und leistete somit die grosse Vorarbeit für die Balfour-Deklaration. Sie wird als eine entscheidende Garantieerklärung an den Zionismus angesehen, um in Palästina eine "nationalen Heimstätte für das jüdische Volk" errichten zu dürfen. So konnten die khasarischen Zionisten das gelobte Land ihrer heiligen Schrift besiedeln, ohne je den Beweis zu erbringen, jemals dort gelebt zu haben bzw. von dort vertrieben worden zu sein (jüdische Diaspora). Getreu der rabbinischen Literatur, wird der Messias Ben Joseph die Verstreuten sammlen und den Tempeldienst in Jerusalem wieder einrichten, um dann endgültig durch Messias Ben David erlöst zu werden. Nun haben die Rothschilds sämtliche Sammelaktionen unter dem Mantel des Zionismus finanziert und geleitet, das Parlamentsgebäude mit dem sinnigen Name 'Knesset' (hebräisch für Versammlung) und einen Tempelkonstrukt als Oberstes Gericht gebaut, die Erlösung sollte demnach folgen... 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen