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Freitag, 3. Dezember 2010

Dreck hält Gesund

Eine Studie brachte es ans Licht: Frauen, die mehr für ihre Gesundheit tun als Männer, fühlen sich krank. Die Männer, die auf synthetische Vitamine verzichten, gaben mehrheitlich an, sich topfit zu fühlen. Und immer, wenn ich Werbung sehe, frage ich mich ernsthaft, wieso ich eigentlich noch gesund bin ( mein letzter Arztbesuch war vor 3 Jahren wegen eines gequetschten Fingers ). All meinen tödlichen Bakterien gehts gut. Auch meine fluorfreie Zahnpasta ist das grundfalsche Mittel, um die Zähne zu putzen, da könnte ich es auch gleich lassen.
Ebenso Salz ohne Jod: gar nicht gesund! Ich schaudere noch heute, wenn ich daran denke, wie mir in Kenia eine Mitreisende ein antiseptisches, antifungizides, alle Keime tötendes Feuchtuch in die Hand drückte, nachdem ich einem Massai die Hand geschüttelt hatte. Würde ich heute, Jahre später, noch leben, wenn ich auf diese Intensivreinigung verzichtet hätte? Ganz einfach: Wenn ich mittags aus dem Bürofenster schaue, sehe ich manchmal ein Paar, was Bratwürste brät. Und ich beobachte die Frau beim Verkauf der Würste. Jedes Mal, wirklich jedes Mal, wenn sie ein Papier aufnimmt, um die Wurst einzuwickeln, lecht sie gewissenhaft ihren Zeigefinger an. Seit ich das erstmals gesehen habe, hole ich mir dort keine Wurst mehr. Aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass das osnst keinem weiter auffällt. Und ernsthafte Erkrankungen sind bisher auch ausgeblieben, denn die Leute kommen ja offensichtlich wieder. Kann es sein, dass die Fernsehwerbung übertreibt? Meine Oma pflegte immer zu sagen, dass die schmutzigsten Kinder die gesündesten seien. Da hatte sie sicher Recht.

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