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Donnerstag, 9. Dezember 2010

Vietnam: Die letzte Schlacht

Saigon.Regen kam herunter und wusch die Zeit weg.
Ich schaute vom einem Dach auf Saigon, wo ich, mehr als eine Generation zuvor im Zuge des längsten Kriegs der Neuzeit, mürrisch und still,überflutete Straßen gesehen hatte.
Durch den Nebel, wie kleine Gespenster, liefen vier Kinder mit ausgestreckten Armen in mein Blickfeld.Sie kreisten und wedelten und tauchten, und einer von ihnen ließ sich fallen wie tot.Sie spielten „Bomber“.

Das war nichts Ungewöhnliches, denn es gibt keinen anderen Ort wie Vietnam. Während meines Lebens hatten Ho-Chi-Minh-Nationalisten gegen die Franzosen gekämpft und sie vertrieben, deren Baum-gesäumte Boulevards, rosa getünchten Villen und die verkleinerte Nachbildung der Pariser Oper Fassaden von Raub und Grausamkeit waren, danach die Japaner, mit denen die französischen Kolonialisten zusammengearbeitet hatten, dann die Briten, die versuchten, die Kolonialherrschaft zu reinstallieren, dann die Amerikaner, mit denen Ho mehrfach versucht hatte, eine Allianz gegen China zu schmieden, dann Pol Pots Rote Khmer, die von Westen angegriffen hatten und schließlich die Chinesen, die mit einem rachsüchtigen Nicken von Washington aus dem Norden kamen.
Alle wurden aus dem Feld gejagt, aber zu einem ungeheuren Preis.



Ich ging hinunter in den Regen und folgte den Kindern durch ein Labyrinth zur Young Flower School, einem Waisenhaus.
Ein Lehrer versammelte eilig einen kleinen Chor, und ich wurde begrüßt mit einem Gesangs-Ausbruch.
„Was bedeuten die Worte des Liedes?“ fragte ich Tran, dessen Vater ein GI war.
Er blickte ernst auf den Boden, wie es Neunjährige tun, bevor er etwas sagte, das meinen Dolmetscher den Kopf schütteln ließ :

* „Die Flugzeuge kommen nicht mehr“, übersetzte sie, „weine nicht für die, die gerade geboren sind“ … der Mensch ist ein Evergreen“

Das war im Jahr 1978.
Vietnam wurde da bestraft für den Abzug der letzten Kampfhubschrauber, die in und für diesen Krieg geschaffen worden waren, für die letzten B52 mit ihrem Bombenhagel, deren Blitze das Gemetzel beleuchteten, für den letzten C-130, der abgeschossen worden war; dem US-Senat wurde gesagt,

* “ eine Menge von 6 Pfund pro Kopf der Bevölkerung an giftigen Chemikalien hat einen Großteil des Ökosystems zerstört und zu einer schwerwiegenden Katastrophe geführt“, der letzte Abschnitt einer Psychose, die aus einem Dorf nach dem anderen eine Mordszenerie erschuf.

Als 1975 alles zu Ende war, begann Hollywood seine lange Heroisierungs-Feier der Invasoren als Opfer – das Standard-Reinigungsmittel wenn Politik von Rache geprägt ist.

Vietnam wurde in Washington als „Kategorie Z“ geführt, wodurch es unter dem drakonischen „Trading with the enemy“ Gesetz stand, das aus dem ersten Weltkrieg stammte.Dies gewährleistete, dass selbst humanitäre Hilfssendungen von Oxfam America abgeblockt werden konnten. Die Alliierten machten mit.

Einer der ersten Amtshandlungen von Margaret Thatcher, als sie 1979 an die Macht gekommen war, war es, die Europäische Gemeinschaft davon zu überzeugen, ihre regelmäßigen Lieferungen von Nahrungsmitteln und Milch für vietnamesische Kinder einzustellen.

Nach Angaben der World Health Organization hat dies bei einem Drittel aller Kinder unter fünf Jahren zu einer solchen Verschlechterung der Gesundheit geführt,dass die viele verkrüppelt waren oder wahrscheinlich später werden würden.Fast keine all dieser Nachrichten fand man „im Westen“.

Die Entbehrungen, die Trauer über die Millionen Toten und Vermissten und die Ungläubigkeit, dass der Krieg zu Ende war, wurde zu einem Lebensrhythmus in einem vergessenen Land.
Die von den Amerikanern erfundene „Demokratie“ , die sie im Süden am Leben erhalten hatten, die einmal bei Amnesty International für die Hälfte aller Folter an Gefangenen stand, war fast über Nacht zusammengebrochen.
Die Straßen von Saigon waren gefüllt von aufgegebenen Stiefeln und Uniformen.

* „Als ich hörte, dass es vorbei war„, sagte Tao Thi Thieu Madeleine, „flog mein Herz in die Höhe.“

Immer noch trägt sie das Schwarz der National Liberation Front, die von den Amerikanern „Vietcong“ genannt wurde, sie ging schleppend und zuckte beim Lächeln zusammen.
Die „Madeleine“ war von ihren französischen Lehrern in den 60er Jahren hinzugefügt worden am Lycee in Saigon, das sie und ihre Schwester Thieu Thi Tan „Danielle“ besucht hatten. Im Alter von 16 und 13, wurden Mado „und“ Dany “ von der NLF rekrutiert, um das vom Saigoner Regime unterhaltene National Intelligence Hauptquartier in die Luft zu sprengen, wo die Folterungen unter CIA-Vormundschaft durchgeführt wurden.

Am Vorabend ihrer Mission wurden sie verraten und ergriffen, als sie von der Schule nach Hause radelten.
Als Mado sich weigerte, Namen von NLF-Mitgliedern preiszugeben, wurde sie mit dem Kopf nach unten aufgehängt, mit Elektroschocks behandelt, mit dem Kopf in einem Wassereimer.Dann „verschwanden“ sie in Con Son Island, wo sie „in Tiger-Käfigen“ eingesperrt waren : Zellen so klein, das man nicht stehen konnte, von oben wurde ungelöschter Kalk und Exkremente auf sie geworfen.
Im Alter von 16 ätzt Dany ihren Widerstand an die Wand: „Notre Bonjour à nos chers bei Cheres caramades.“Diese Worte stehen immer noch da.

Am nächsten Tag kehrte ich nach Vietnam zurück, von dessen Qualen ich seit fast einem Jahrzehnt berichtete.
In meinem Zimmer im Caravelle Hotel in Saigon wartete ein Gedicht auf mich.
Geschrieben in Englisch, war es ein „inniges Gebet“ dass „die Steine [des Lebens] endlich weich werden mögen“ und endete mit:

* „Ich bin noch am Leben, kämpfend … bitte ruf an !“

Es war Mado, obwohl ich eigentlich Tao, ihren vietnamesischen Namen, lieber mag.
Wir hatten den Kontakt verloren, ich wusste von ihrer Arbeit an einem Institut, möglicherweise Ökologie, ihre Ehe mit einem Soldat der NLF und der Geburt eines Sohnes, trotz aller Widrigkeiten und der Schäden, die sie in den Tigerkäfigen erlitten hatte.

Durch das Gedränge von Touristen und Geschäftsleute in der Lobby des Caravelle navigiert die zusammengefallene Dany, jetzt 57.Tao wartete draußen in einem Taxi.
Vor fünf Jahren hatte Tao einen Schlaganfall erlitten und ihre Stimme und viel von ihrer Körperkontrolle verloren, aber dies hatte sich nun gebessert und obwohl sie einen stützenden Arm brauchte, war sie nicht wirklich anders, als damals, als sie mir sagte, ihr Herz „fliegt. „
Wir fuhren vorbei an den Wachen des neuen Vietnam, an Hotels und Wohnblöcken im Bau, dann verwandelte sich die Strasse in einen Weg, wo Rauch von brennendem Holz aufstieg, wo Kinder spähten und Frösche in unser Scheinwerferlicht sprangen.

Die Wände von Tao’s Zuhause sind eine stolze Montage des Kampfes und des schmerzhaften Siegs.

* sie und Dany am Lycee Marie Curie,
* die gesammelten Ermahnungen von Ho,
* die Briefe von längst verstorbenen Kameraden

Auf den ersten Blick erschien alles wie die Blumen, die zwischen den Seiten eines vergessenen Buchs konserviert worden sind.
Aber nein: diese hier sind wichtige Ikonen und Inspirationen des Widerstands, die von neuen Generationen alle immer wieder neu geschaffen werden müssen, denn : wenn auch die Schlachtfelder sich ändern, Feind ändert sich nicht.

* „Jedes Mal, wenn wir überfallen wurden„, sagte sie, „kämpfen wir sie nieder. Zur gleichen Zeit kämpfen wir dafür, unsere Seele zu behalten. Ist das nicht die Lektion von Vietnam und der Geschichte?

Ein Franzose hat mir einmal eine ergreifende Geschichte erzählt, der 1972 während der Weihnachtsbombardierung in Hanoi war.
„Ich nahm Zuflucht im Museum für Geschichte„, sagte er, „und dort arbeiten bei Kerzenschein, mit der B52- Bombern über sich, junge Männer und Frauen ernsthaft daran zu versuchen. so viele Kopien von Bronzen und Skulpturen anzufertigen, wie sie konnten.“ Sie sagten mir, ‘ Auch wenn die Originale zerstört werden, wird etwas bleiben und unsere Wurzeln werden „geschützt sein.“

Geschichte, nicht Ideologie ist eine lebendige Präsenz in Vietnam.
Hier hat die Erfahrung der Geschichte einen kommunalen Einfallsreichtum und Geduld bis an die extreme Grenzen des Menschlichen geschmiedet.
Die NLF Führung im Süden war ein Bündnis von Katholiken, Liberalen, Buddhisten und Kommunisten, und die meisten von denen, die in der Nord-Armee kämpften, waren national gesinnte Bauern. Mit seinen Strukturen und seiner Disziplin war es der Kommunismus, mit dessen Mitteln Vietnams langwieriger Unabhängigkeits-Krieg gekämpft und gewonnen wurde. Dies wird von den Vietnamesen heute geschätzt als „die kommunistische Zeit,“ so als ob die Partei nicht mehr an der Macht wäre.
Worauf es hier ankommt ist Vietnam.

* Besuchen Sie die Museen in Hanoi und es ist klar, warum Ho Chi Minh nie aufgehört hat, das Wort „Unabhängigkeit“ zu benutzen:
* „Dieses Recht darf man nie aufgeben“.

Im Ruhestand schrieb Präsident Dwight Eisenhower dass „vielleicht 80% der Bevölkerung für Ho gestimmt hätten, wenn seine Verwaltung nicht die nationalen Wahlen in Indochina -1954 beschlossen auf der Konferenz der Vereinten Nationen in Genf- verzögert (sabotiert) hätte„

Ich dachte auf der Rückfahrt von Tao über all dies nach.

* Mehr als 20 Jahre Krieg wären vermieden worden.
* Ungefähr drei Millionen Menschen wären noch am Leben.
* Babys würden keine Missbildungen durch Agent Orange aufweisen.
* Es gäbe keine abgetrennten Beine und Füsse von Streubomben, die hier getetstet wurden,

Im Nachtzug nach Danang könnte ich die sich aneinander reihenden Bombentrichter schildern, die nicht einmal ein Pompeji dieses Krieges hinterließen , wenn man mal von den Grabsteinen der Flak-Miliz absieht.
Das waren oft junge Frauen wie Mado und Dany.

In Hanoi, nahm ich ein Taxi zur Kham Thiem-Straße, die ich zum ersten Mal 1975 sah , als von B52-Bombern jedes dritte Haus in Schutt und Asche gebombt worden war.
Ein Wohnblock, in dem 283 Personen starben, ist jetzt ein Denkmal für Mutter und Kind. Es gibt frische Blumen, der Verkehr donnert durch.
In einem Café sitzend mit diesen unnötigen Geistern im Sinn, las ich, dass Großbritanniens oberster Militär, General Sir David Richards, die NATO zu einem Plan für eine 30 oder 40 Jahre Rolle in „Afghanistan“ aufgerufen hat.
NATO soll wie man sagt 50.000.000 $ für jeden Taliban Guerilla aufwenden, und Streubomben sind immer noch ein Favorit.
Der General brachte auch seine Fürsorge für das afghanische Volk zum Ausdruck.
Franzosen und Amerikaner haben auch gesagt, sie würden sich um die „Schlitzaugen“ kümmern, die sie in industriellen Mengen getötet haben.

Als ich das letzte Mal vor 15 Jahren in Vietnam war um einen Film zu machen, war mein einziger Berührungspunkt mit dem Beamtentum das Ministerium für Kultur dessen Sorge, dass das Material über My Lai, wo Hunderte von zumeist Frauen und Kinder hingeschlachtet worden waren, die Amerikaner beleidigen könnte.
In Saigon wurde das Museum für Kriegsverbrechen umbenannt in Kriegserinnerungs-Museum.
Draußen werden Raubkopien von Lonely-Planet-Reiseführern für Touristen angeboten mit seiner tendenziösen Hingabe an einen amerikanischen Sinn von „Nam“.

Vielleicht können die Vietnamesen es sich leisten, großzügig zu sein, aber ich meine, die Ursachen liegen tiefer.
Seit „dem großen Sieg“ von Dai Thang, hat die Politik sich zu einem scheinbar endlosen Abwarten entwickelt.

Farbe und Energie brachen wie Wellen herein, Hanoi, mit seinen von Nebel bedeckten Seen und den Boulevards voller Unterstände bei Fliegeralarm ist jetzt zu einer freundlichen, zuversichtlichen und jugendlichen Stadt geworden.
Es ist die Art von Freiheit, die die alten stalinistischen Strukturen ignoriert und darum herumnavigiert .
Die Zeitungen nehmen Beamte unter Beschuss und verdammen Korruption, aber nur gelegentlich gibt es diese düstersten Schlagzeilen:

* „Agitator muß sich vor Gericht verantworten“ “ Cu Huy Vu Ha, 53, ist angeklagt worden wegen „illegaler Aktionen gegen den Staat.“.

Es ist eine schlecht definierte Linie, die man nicht zu überqueren wagt.

Bill Clinton kam zum Mittagessen in meinem Hotel in Hanoi.
Er arbeitet für eine Aids-Charity, die in Vietnam läuft.
Im Jahr 1995 kam er als der erste amerikanische Präsident der Neuen Ära zu Besuch nach Vietnam, er „normalisierte die Beziehungen.“

Das bedeutete, Vietnam durfte Organisationen wie der WTO beitreten und sich für Weltbank-Kredite qualifizieren, sofern sie den „freien Markt“ umarmte, damit seine kostenlosen öffentlichen Dienstleistungen zerstörte und die Forderungsausfälle des untergegangenen Regime in Saigon bezahlte: Gelder, mit denen die Banken den amerikanische Krieg finanziert hatten.
Die 1973 von Präsident Nixon bei den Pariser Friedensverträgen zugesagten Reparationen wurden ignoriert.
Normalisierung bedeutet auch, dass ausländischen Investoren steuerfreie wirtschaftliche Verarbeitungs-Zonen mit „preisgünstiger“ (billiger) Arbeit angeboten werden.

Die Vietnamesen wurde endlich „die Mitgliedschaft in der internationalen Gemeinschaft“ gewährt, sobald sie eine auf Ungleichheit bauende Gesellschaft geschaffen haben und ausgebeutete Arbeitskräfte, nachdem sie ihr Gesundheitswesen über Bord geworfen hatten, um das sie andere Entwicklungsländer beneideten mit seinen bahnbrechenden Arbeiten in der Pädiatrie und der medizinischen Grundversorgung , zusammen mit einem kostenlosen Bildungssystem, dass kostengünstig eine der weltweit höchsten Alphabetisierungsraten zustande gebracht hatte.

Heute zahlen gewöhnliche Menschen für das Gesundheitswesen und Schulen, und die Elite schickt ihre Kinder auf teure Schulen in Hanoi „International City“ und sucht nach Stipendien an amerikanischen Universitäten.

Während früher die Landwirte, die in Schwierigkeiten waren, sich an ländliche Kreditgenossenschaften (bei denen Zins unbekannt war) wenden konnten, müssen sie nun zu private Geldgebern gehen, genau zu den Wucherern, die die Bauern einst geplagt haben.
Und die Regierung hat die Firma Monsanto wiederbegrüßt und sein gentechnisch verändertes Saatgut.
Monsanto war einer der Hersteller von Agent Orange, das in Vietnam ein chemisches Hiroshima verursachte .
Im vergangenen Jahr wies ein US Supreme Court die Berufung von Anwälten ab, die für mehr als drei Millionen Vietnamesen geklagt hatten, die durch Agent-Orange mißgebildet worden waren. .Eine der Richter, Clarence Thomas, arbeitete als Anwältin für Monsanto.

In seinem bahnbrechenden Buch „Anatomie eines Krieges“, sagt der Historiker Gabriel Kolko, dass der Erfolg der Partei von Ho Chi Minh als soziale Bewegung weitgehend darauf beruhte, dass diese den Bedürfnissen der Bauern entsprach .
Er sagt jetzt, dass die Kapitulation gegenüber dem „freien Markt“ Verrat ist.
Seine Enttäuschung ist verständlich, aber es gab eine verzweifelte Notwendigkeit zur Internationalisierung des vom Krieg zerstörten Landes und zum Aufbau eines Gegengewichts zu China, dem alten Feind.
Im Gegensatz zu China und trotz der neuen Gucci-Paläste im Zentrum von Hanoi und Saigon, hat Vietnam noch nicht den ganzen mit den Brutalitäten gepflasterten Weg der „Tigerstaaten“ und der Vetternwirtschaft beschritten.
Seit 1985 hat sich Unterernährung bei Kindern fast halbiert. Und Zehntausende von „Bootsflüchtlingen“ sind still und leise zurück gekommen ohne jedes Anzeichen „eines einzigen Falls von Viktimisierung“, so die EU-Beamten, die 1995 das Hilfsprogramm einführten.
In vielen Landesteilen wachsen neue Wälder und man hört das das Zwitschern der Vögel und das Rascheln der Tierwelt dank eines Neu-Begrünungs-Programms, das von Hanoi bereits während des Krieges durch Professor Vo Quy der Vietnam National University initiiert wurde.

Für mich ist es Vietnams letzte große Schlacht, die Kräfte in Schach zu halten, die Billionen in das korrupte Banksystem und in Feindseligkeiten strömen lassen, mit denen die Substanz des Lebens der Bürger zerstört wird. Es ist offensichtlich, dass die Partei-Elite eine Bevölkerung fürchtet, die sich über Generationen gegen Besatzer zur Wehr gesetzt hat, was sich auch daran zeigt, dass der Staat oft ambivalent reagiert auf unerlaubte Streiks gegen rücksichtslose ausländischen Arbeitgeber.

* „Sind wir in einer Gorbatschow-Phase ?“ frsagte ein Journalist.
* „Oder vielleicht beobachten sich die Partei und die Menschen gerade gegenseitig.
* Denken Sie immer daran, Vietnam ist anders.„

An meinem letzten Tag in Saigon, ging ich die Dong Hoi entlang, heute nicht mehr eine Straße von Strichjungen und Bettlern, Barmädchen und watschelnden GIs auf der Suche nach etwas mehr als nichts.
Wenn es noch so wie damals wäre, dann würde ich in Richtung Hotel Royale spazieren, an der Ecke zu Balkon im ersten Stock hochschauen und einen stämmiger Waliser sehen, dessen Kamera auf seinem Arm ruht.
Ein Gruß auf walisisch würde nach unten schallen oder er würde anfangen, einen wahnsinnigen Colonel zu geben, den wir beide kannten.
Heute sind der Balkon und das Royale nicht mehr da und Philip Jones Griffiths starb vor zwei Jahren.
Er war vielleicht der begabteste und humanste Fotograf aller Kriege.
Einhändig, versuchte er, eine „search and destroy“-Operation zu stoppen, bei der eine zusammengekauerte Gruppe von Frauen und Kindern getötet werden sollten, was bei einem amerikanischen Artillerie.Offizier bieten die denkwürdige Antwort hervorrief:

* „Was für Zivilisten ?“

Eine seiner besten Fotografien ist eine Goya-ähnliches Bild eines schrecklich verwundeten NLF-Soldaten, umgeben von den großen Stiefeln deren, die ihn gefasst hatten , dessen r Menschlichkeit jedoch nicht besiegt werden konnte.
Das ist Vietnam.

www.johnpilger.com

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Meine Anmerkungen zu Vietnam:
Ohne dass ich ein großer Asienkenner wäre, aber in Kenntnis der Rothschildschen-US-Machtspiele, halte ich es für wahrscheinlich, dass die „Feindschaft“ zwischen Vietnam und China vom Imperium ganz bewusst gepflegt wurde, um die eine Seite gegen die andere ausspielen zu können, genauso wie wir -näher bei uns- die immerwährende „Feinschaft“ zwischen der Türkei und Griechenland vorgeführt bekommen, die beiden Ländern nur schadet, aber dem Imperium nützlich ist.

Solches Vorgehen erlaubt heute z.B. amerikanischen Imperiums-Unternehmen, die mit ihrer Produktion in China irgendwelche Probleme haben, diese nach Vietnam zu verlagern, wobei man den Viietnamesen noch „verkaufen“ kann, dass sie ihrem „Feind“ ein Schnippchen schlagen, indem sie das Billigproduktionsangebot der US-Firmen annehmen.

der billige Kaffee, der uns heute überall angeboten wird und der schrecklich stinken würde, wenn man dies nicht mit „Kaffeearoma übertünchen würde, wird aus der Sorte „Robusta“ hergestellt; diese Sorte ist eine US-Züchtung (nicht abwegig, dabei an MONSANTO zu denken) mit dem Ziel, Kaffee auch auf Böden und in Regionen anzubauen, die eigentlich für den Kaffeeanbau ungeeignet wären.

Eines der Hauptländer, aus denen dieser manipulierte Kaffee heute kommt, ist eben VIETNAM.
Für mich nicht abwegig, dass auch dieser Kaffee mitverantwortlich ist für die zahlreichen „Zivilisationskrankheiten“ unserer Gesellschaft.
Ganz persönlich habe ich vor Jahrzehnten festgestellt, dass Herzprobleme nach Kaffeegenuss weggefallen sind, seitdem ich ausschließlich auf richtigen Kaffee, also 100% ARABICA, achte.

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