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Montag, 4. März 2013

Bericht aus erster Hand: Syrien

Ich der Autor von MatrixChange berichte aus erster Hand vom Syrien Krieg. Zurzeit bin ich gerade 80 Kilometer noerdlich von Syrien, in der Tuerkei in der Stadt Midyat in einem christlichen Kloster.
Hier leben 30 Fluechtlinge die aus Syrien gefluechtet sind. Manche sind aus Al Qameshly, manche aus Damaskus, manche aus Aleppo, manche aus Homs. Die Lage hier ist ruhig. Ab und an kommen neue Fluechtlinge und berichten ueber ihre Flucht, ueber ihre Lage usw.
Sie haben keine Perspektive mehr. Manche Leute versuchen es ueber Schlepper nach Europa zu kommen. Andere warten darauf bis der unmenschliche Krieg der von USrael indirekt gefuehrt und finanziert wird, zu Ende geht. Der tuerkische Ministerpraesident Erdogan erhielt von der EU 600 Millionen Euro fuer die Fluechtlinge. Er verlangt noch mehr Gelder von der EU, wohin wird das Geld fliessen? Warscheinlich in seine persoenliche Taschen dieser Drecksack. Kein einziger Cent wird jemals fuer diese armen Fluechtlinge ankommen. Die Leute hier im Kloster zum Beispiel, bekamen nichts von dem Geld als Hilfe.
Ihre Vorraete an Medizin gehen aus, alte kranke Menschen (inklusiv meiner Grosseltern hier) leben nur noch, dank grosszuegigen Spenden aus dem Dorf. Doch abgesehen von diesem Geld, geht es ihnen hier einfach beschissen. Diese Menschen besitzen sehr wenig, sie helfen jedoch wo und wann sie koennen. Es ist das erste Mal in meinem Leben wo ich einen Krieg indirekt miterlebe. Und es schmerzt in meinem Herzen es zu sehen. Es gibt auch junge Familien mit sehr jungen Kindern, Babys..
Was geschieht mir ihrer Zukunft?

Ich denke die Drahtzieher dieses Krieges versuchen gerade, zusaetzlich des Regimewechsels bzw. den unlegitimierten Sturz des Praesidenten, die ethnische Saeuberung in Syrien. Christen und Moslems sollen sich die Koepfe einschlagen und schlussendlich sollen die Christen aus diesem Land verschwinden.

Die Eliten interessiert es ein Dreck. Merkel interessiert es einen Dreck. Die Europaeische Union interessiert es auch einen feuchten Lappen. Nachrichtensprecher der westlichen Medien, besser bekannt als Medienhuren, waren noch nie in ihrem Leben in Syrien. Sie kennen die Lage nicht. Sie kennen die Menschen nicht. Sie kennen gar nichts. Sie lesen die unnachweisbaren Pressemitteilungen der AP und AFP ohne irgendein Scheiss zu Wissen. Kein Einziger Feigling der TV Sender opfert seinen Beruf nur um ein mal Live die Wahrheit zu sagen.

Deshalb bin ich hierher gereist um mir ein Bild davon zu machen was die wirkliche Fakten sind. Ich spreche hier mit vielen Menschen die ihr Hab und Gut liegengelassen haben und nun aus ihrem Koffer leben muessen. Auch nachdem was alles was passiert ist, haben sie keine Hoffnung verloren auf bessere Zeiten. Sie wollten in Syrien einfach ihr Leben leben. Auch wenn sie nichts hatten war es genug fuer sie, wenn sie taeglich was zu Essen hatten. Doch sogar dass hat man Ihnen weggenommen.
 

1 Kommentar:

  1. "Kein Einziger Feigling der TV Sender opfert seinen Beruf nur um ein mal Live die Wahrheit zu sagen."

    Meine Hochachtung für deinen Einsatz - mit dem obigen Satz hast du im Übrigen punktgenau zusammengefasst wieweit die schäbige opportunistische Grundhaltung der sogenannten Weltöffentlichkeit (vor allem der des Westens) reicht oder um eine neue Redensart zu zitieren:

    Keine Ahnung aber zu allem eine Meinung.

    Alle stürzen sich auf die mediengerecht positionierten Leitfiguren und Feindbilder, aber das alltägliche Leid der Betroffenen findet keinerlei aufrichtige Resonanz.

    Danke

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