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Mittwoch, 12. Oktober 2011

Die Story zur Begründung des nächsten bewaffneten Konflikts?

Aus den USA kommt eine beunruhigende Story an die Weltöffentlichkeit.

Der Iran soll einen Bombenanschlag auf den saudischen Botschafter in Washington geplant und finanziert haben. Auch ein Anschlag auf den israelischen Botschafter sei
geplant worden, und für den Auftragsmord habe man Kontakte zur mexikanischen Drogenmafia gesucht, und - es soll auch irgendwie um den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegangen sein.

 Hillary Clinton fordert "schärfste Maßnahmen" gegen Teheran und will sich mit ihren Freunden und Partnern in der Welt beraten, "wie wir eine starke Botschaft" an den Iran richten können.



Das Beunruhigende an dieser Story ist wohl weniger der vereitelte Anschlagsplan, der ja nur der Beweis dafür wäre, dass die Sicherheitsbehörden der USA noch immer gut genug funktionieren, um selbst Anschlagspläne, die mit den Ressourcen eines ganzen Staates unter höchster Geheimhaltung entwickelt werden, lange vor dem Abschluss aufzudecken und ins Leere laufen zu lassen.


Das Beunruhigende an dieser Story ist die strukturelle Ähnlichkeit mit jenen Storys, die als Casus Belli für den Krieg in Afghanistan und den Krieg im Irak herhalten mussten.


Das Beunruhigende an dieser Story ist, dass wieder einmal die Freunde und Partner in der Welt - also die Union der Willigen - aufgerufen sind, eine "starke Botschaft" an den Iran zu richten.


Das Beunruhigende an dieser Story ist, dass wir uns darauf einzurichten haben, dass deutschen Soldaten womöglich bald ein weiterer Einsatz zur Landesverteidigung, fernab der Heimat, bevorsteht.

->Zum unkritischen Artikel im Stern




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