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Montag, 16. Januar 2012

ALDI - Mutter aller Discounter arbeitet mit schmutzigen und fiesen Tricks



Leider lief die Doku „Aldi -- Mutter aller Discounter" im NDR zu nachtschlafener Zeit, gut versteckt, so dass sie sicherlich kaum jemand gesehen und damit auch niemanden aufgeschreckt haben dürfte. So wichtig es auch ist, über die Umtriebe der Discounter aufzuklären, so haben einige User im Netz bereits angemerkt, dass die Dokumentation immer noch zu weichgespült ist und das ganze Ausmaß an Ausbeutung und Zerstörung, die Aldi & all die anderen Discounter (die im Umgang mit den MitartbeiterInnen oft ja sogar noch schlimmer sind als Aldi, siehe eben Lidl oder Schlecker) mit sich bringen, letztlich nur andeutet.
Es ist auch deprimierend und erschreckend zu sehen, wie einige der Akteure, die dieses Discountkonzept vorantreiben und propagieren, z.B. Dieter Brandes, so komplett ohne jedes Bewusstsein dafür sind, was sie damit auf der Welt und in der Gesellschaft anrichten. Auf das Schwarzbuch Aldi, das in dem Film erwähnt wird, darf man jedenfalls schon gespannt sein!

Das erfolgreichste deutsche Handelsunternehmen gibt sich auch im 50. Jahr seines Bestehens betont sparsam: Musik und Dekoration suchen die Verbraucher in den Filialen vergeblich. Die Jubiläumsfeier lassen sich die Brüder Karl und Theo Albrecht keinen Cent kosten, sie fällt schlichtweg aus. Geschickt hat sich der Discounter bisher jedem Blick hinter die Pappkartons entzogen und sich vor öffentlicher Kritik versteckt. In seinem NDR Film versucht Rasmus Gerlach erstmals Licht ins Dunkel zu bringen. Der Filmemacher begleitete Gewerkschaftsjournalisten bei ihrer Recherchearbeit für ein "Schwarzbuch" zur Situation der Aldi-Belegschaft. Erste Nachforschungen des Teams ergaben, dass Aldi-Süd die Wahl von Betriebsräten behindert. Aldi-Nord soll massiven Druck auf gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter ausüben und kritische Angestellte mit gezielten Testkäufen mundtot machen. Die Albrecht-Brüder schafften es an die Weltspitze: Aldi ist heute in 17 Nationen vertreten. Der Konzern exportierte aber auch die Nöte der Belegschaft: Ständige Mehrarbeit ist an der Tagesordnung.

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