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Montag, 4. April 2011

Israel verlangt Aufhebung von Goldstone-Bericht über Gaza-Krieg

Benjamin Netanjahu

Israel hat die UNO aufgefordert, den Goldstone-Bericht zum Gaza-Krieg zu annullieren. Grund dafür sind nach Worten des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu korrigierte Äußerungen des UN-Sonderermittlers Richard Goldstone.
 Goldstone hatte am Freitag in einem Artikel in der „Washington Post“ geschrieben, er verfüge jetzt über mehr Informationen über die Ereignisse im Gaza-Krieg. "Wenn ich gewusst hätte, was ich heute weiß, wäre der Goldstone-Bericht ein anderes Dokument", schrieb der Vorsitzende der UN-Kommission, die Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas Kriegsverbrechen vorgeworfen hatte. Somit habe Goldstone deutlich gemacht, dass Israel während des Kriegs nicht absichtlich auf palästinensische Zivilisten gezielt habe.

Israel habe die Vorwürfe über Vergehen seiner Soldaten während des Gaza-Kriegs inzwischen ernsthaft untersucht und einige Militärs bereits verurteilt, so Goldstone.

Netanjahu zufolge waren es die Anhänger der in Gazastreifen regierenden Hamas, die Zivillisten absichtlich angegriffen haben. Die Hamas habe aber keine Ermittlungen unternommen. „Das zwingt uns, eine unverzügliche Aufhebung des Goldstone-Berichtes zu fordern“, sagte Natanjahu.

Die Palästinensische Autonomiebehörde rief die UNO auf, an dem Bericht festzuhalten.

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