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Freitag, 11. November 2011

Griechenland: Massenflucht aus den Banken

Lucas Papademos, ein Akademiker als Präsident. (Foto: EZB)
Lucas Papademos, ein Akademiker als Präsident.
(Foto: EZB)
Die erste harte Bewährungsprobe findet Ministerpräsidenten Lucas Papademos bei den griechischen Banken: Ihnen laufen die Kunden davon, die griechischen Banken stehen am Rand des Zusammenbruchs. Es gibt eine regelrechte Massenflucht bei den Einlagen.


Im September 2011 verzeichneten die griechischen Banken den größten Rückgang aller Zeiten bei den Einlagen der privaten Haushalte und Unternehmen. Die Anleger ziehen massenweise ihre Gelder ab, weil die Situation durch die vielen politischen Wendungen komplett unübersichtlich geworden ist.


Die Zahlen der griechischen Währungsbehörde sprechen eine klare Sprache: Innerhalb eines Monats wurden 5,46 Milliarden Euro abgezogen, auf das ganze Jahre 2011 bezogen sogar 26,4 Milliarden Euro (mehr hier).
Die fehlenden Mittel wurden den Banken über eine Notkreditlinie der Bank von Griechenland, die sogenannte Emergency Liquidity Assistance (ELA) ausgeglichen.

Für den ehemaligen EZB-Mann Lucas Papademos ist das eine schwierige Startsituation. Denn die Entwicklung von Nervosität über Panik zum Banken-Run kann in Griechenland über Nacht eintreten.

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