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Samstag, 3. Januar 2015

Journalismus und SPIEGEL? Geht das?

Ich habe in meinem früheren Leben viel Geld für den SPIEGEL ausgegeben; als Student mit knapper Kasse und als Urlauber im Ausland mit erhöhtem Preis. Darüber hatte ich aber schon mal geschrieben. Was dieses Käseblatt aus Hamburg aber mittlerweile auf der Pfanne hat, reicht nicht mal mehr für den Titel “BILD für Abiturienten”. Es scheint ein redaktioneller Wettbewerb stattzufinden und der heißt: “Wer macht aus dem plattesten Scheiß einen Artikel”
. Der Preis in der ersten Woche des neuen Jahres geht an … Christina Hebel, die diesen Mist verfasst hat. Gratulation, Frau Hebel! Machen Sie so weiter, dann werden Sie noch die Golineh Atai, nee, Entschuldigung, die Journalistin des Jahres 2015. So einen Schwachsinn als journalistische Arbeit zu verkaufen, kann kaum übertroffen werden. Danke an die propagandaschau, die das wunderbar kommentiert hat. Liebe Frau Hebel, sogar das Bildmaterial haben Sie von fremd übernommen, weil Sie nicht vor Ort waren. Aber so kennen wir ja die Journaille. Einer schreibt von dem, oder vom anderen ab. Dadurch kann man auch mit kleinstem Horizont – vom Heimarbeitsplatz aus – vom Ende der Welt berichten.
Liebe Frau Hebel, damit Sie auch mal an was Eigenes kommen, biete ich Ihnen Folgendes an: Sie machen Ihre nächste Reportage nicht so im Stile, wie hier beschrieben, sondern kommen bei mir vorbei. Erst trinken wir einen leckeren Kaffee und dazu gibt es einen Calvados-Apfelkuchen. Wir plappern dabei mal über den Journalismus 2015. So ganz locker. Anschließend tapeziere ich meine Terrassentür mit Plakaten, worauf steht: SPIEGELFREIE ZONE, Fuck SPIEGEL, Fuck the EU oder ähnliches. Dann können Sie einen tollen Artikel schreiben, Bilder schießen, einen Film drehen und ihn dann an Putin, oder an RT deutsch verkaufen, die dann ganz groß berichten, dass hier in der Provinz ein deutscher Bürger, mal ein Zeichen setzen will und gegen die deutsche Hetzpresse, die Scheiß-Politik unserer Regierung, und die der EU, protestiert. Um ganz spektakuläres Bildmaterial zu bekommen, kippe ich Ihnen, als Repräsentantin dieses Hetzblattes, dann noch meinen restlichen Kaffee über den Kopp und knalle Ihnen den übrigen Calvados-Apfelkuchen (und das ist für mich das größte Opfer) noch ins Gesicht. Das Copyright gehört Ihnen – ganz allein. Putin oder der Zwerg aus Nordkorea werden sich um diesen Clip prügeln – und Sie werden dort eine ganz, ganz große Journalistin werden! Die Schlagzeile habe ich auch schon: SPIEGEL-Anhänger müssen draußen bleiben. Einziges Problem: als Hundehalterhasser kommt mir aber auch kein Köter in die Bude. Deshalb müssen wir die Bild-Unterschrift leicht modifizieren: Aufkleber in Düren: Hunde nur notfalls erlaubt, aber SPIEGEL-“Reporter” kriegen gnadenlos Kaffee über den Kopp.
Ob Frau Hebel das Zeug dazu hat, zu dem, was Dr. Andreas von Bülow meint?





http://www.altermannblog.de/journalismus-und-spiegel-geht-das/

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